Die „lockere Leine“ ist das Ideal, ein echter Umsatzbringer in allen Hundeschulen. Sie ist das hohe C, der dreifache Rittberger, das perfekte Soufflé. Aber wie sieht die Realität aus?
Unterwegs
Heute ist ein offener Brief an alle Tierärztinnen und Tierärzte fällig. Jetzt geht es mir besser, hoffentlich auch bald dem Hund.
Gestern habe ich mich benommen wie eine offene Hose, ich war laut, unangenehm, unflätig, eskalierend, verständnislos und nicht damenhaft. Und ich bereue es nicht im Geringsten. Das alles kam so:
Über hausgroße Haufen, Gendergerechtigkeit für Armleuchter und die Motivation von Giftköder-Attentätern.
Ich habe gelogen. Jetzt kann ich’s ja zugeben. Als ich mich vor acht Jahren bei diversen Tierschutzvereinen um einen Hund beworben habe, habe ich eine falsche Angabe gemacht. Höchste Zeit, um alles aufzuklären.
Mein Hund ist ein Sturchen. Wenn Panini irgendwo nicht hinwill, wird sie etwa so mobil wie eine ägyptische Pyramide.
Es geschah im Jahr 1996, als ein schwedischer Exporteur von Spanholz, Imbusschlüsseln und Teelichtern einen eigenen Feiertag für Hunde erfand: Knut.
Spazierengehen ist jetzt total Hipp. Wenn es regnet, ist die Sache für Mensch und Hund allerdings mit ein paar Tücken verbunden.
Das Tier und ich, wir verstehen uns blind. Dennoch fallen gelegentlich Worte – nie böse, natürlich. Aber einzelne. Hier ein Überblick der wichtigsten.
Gereiztheit ist das neue „Must have“ unter den Gemütszuständen. Selbst bei den Hunden empfiehlt es sich, die Halsbänder etwas weiter zu stellen, weil viele von ihnen einen dicken Hals schieben.
