„Die ist noch ganz jung, gell?“ Sätze wie diese höre ich oft. Leider werden sie nicht an den Mann neben mir gerichtet, sondern an mich. Denn sie meinen das Besuchstier.
Draußen
Wenn es kaum noch Spitzendeckchen-Omas gibt – was dann wird in Zukunft aus dem Oma-Hund?
Flanieren ist das Größte. Das absichtslose, unproduktive Umherstreifen und Beobachten, das in der Literatur nahezu ausschließlich Männern vorbehalten ist – wie kommen viele Menschen nur ohne aus? Ich flaniere für mein Leben gern.
Das Besuchstier und Donald Trump haben eines gemeinsam: Sie machen beide gern Geschäfte. Allerdings macht sie kein großes Aufhebens darum, das ist dann meine Aufgabe.
Hinter der Hecke geht eine Frau. Das kann ich erkennen. Was ich jedoch nicht sehe: Hat sie einen Hund dabei?
„Hast du gehört, Schnuffi ist gestorben!“, sagt meine Bekannte und klingt dabei, als bewege sich Schnuffi etwa in der Kondolenzkategorie von Robert Redford. Ich möchte nicht hartherzig erscheinen, aber ich bin einfach der ehrliche Typ. „Wer ist Schnuffi?“, frage ich.
Ein Hund vom Züchter oder aus dem Tierschutz – was ist die bessere Wahl? Ist ein Hund aus dem Ausland vertretbar angesichts überfüllter Tierheime?
Zum Jahresende bekommt das Besuchstier eine wohlwollende Beurteilung aus seiner Fliegenpilzgruppe.
Pyjama-Party mit dem Besuchstier! Und das gleich für 2 Wochen! Kann das gut gehen?
Wer sich im Tierschutz engagiert, also so richtig, mit Haut und Haaren, der hält das auf Dauer kaum noch aus. Umso wichtiger sind Orte des Guten.
