Drinnen

Monatspfoto – die liebe Liebe.

24. Mai 2016

Anja von Dunkelbunterhund ruft allmonatlich zum “Monatspfoto” auf und weil mir die Idee so gut gefällt, sind wir zum ersten Mal auch dabei. Viele Bloggerkollegen sind sehr geschickt mit der Kamera und haben sich im Laufe der Zeit immer mehr verbessert. So entstehen oft sehr schöne, auch fotografisch einwandfreie, manchmal sogar künstlerische Bilder. Obwohl ich seit 2007 blogge, habe ich nie die Zeit gefunden, meine fotografischen Fähigkeiten auszubauen. Vielleicht auch, weil ich einen Laufblog habe und beim Laufen geht es meist um Schnappschüsse, es muss schnell gehen und eine große Ausrüstung kann man nicht mitnehmen.

Seit es den Hund gibt, habe ich eine gefühlte Million Fotos von ihm gemacht, eigentlich könnte ich Panini ständig fotografieren. Die wenigsten Fotos sind wirklich gut, fast alle mit dem Handy geschossen, weil das nun mal immer griffbereit ist, die Fotos sind schnell mal verschickt und kabellos hochgeladen. Mein Monatspfoto über das Motto “Die liebe Liebe” ist besonders schlecht. Es ist sogar total verwackelt. Ich habe es auch nicht jetzt erst gemacht, es ist schon älter. Aber es ist eines meiner Lieblingsbilder von Panini. Und es hat sehr viel mit Liebe zu tun.

Ich saß am Schreibtisch, als Panini kam und unbedingt Aufmerksamkeit wollte. Sie kommt dabei immer von links und drängt sich unter der Armlehne des Schreibtischstuhls durch, wenn das nicht hilft, geht sie um den Stuhl herum und versucht es rechts. Auch wenn ich arbeiten muss, ist ihre kleine Attacke für mich unwiderstehlich. Wenn ich von etwas genervt oder gestresst bin, muss ich lachen, wenn die kleine Gumminase kommt und mich stupst. Ganz gleich, was ich zuvor gemacht habe, nie kann ich mich gegen diesen Blick wehren, gegen das Gefühl von Verliebtheit, wenn ich ihr warmes Kinn auf meinem Bein spüre. Dann hebt sie den Kopf an und lässt ihn auf das Bein fallen, so dass ihre Zähne leise aufeinander klappern. Wenn das nicht hilft, macht sie es nochmal.

Manchmal geht es nicht anders, ich muss weiterarbeiten. Dann schicke ich sie ins Körbchen. Schweren Herzens. Oft aber reicht es mindestens für eine Kuschelrunde. Wer unsere Geschichte kennt, weiß, dass wir es nicht eben leicht haben. Panini hat in kurzer Zeit vier Operationen und schmerzhafte Zeiten hinter sich gebracht. Und noch sind wir nicht durch das Tal hindurch. Umso mehr freue ich mich über ihr munteres: “Los komm, wir machen was zusammen! Wollen wir nicht rausgehen? Oder ein Snack, wie wär’s mit einem Snack? Oder nein warte, Du könntest mich kraulen!” Ich weiß dann, dass sie zu mir gehört und dass sie wieder gesund wird. Und dass wir noch viel zusammen machen werden. Und dass ich keinen anderen Hund wollte, als genau diesen.

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4 Kommentare

  • Antworten Andrea 24. Mai 2016 um 16:41

    Ihr seid ein super Team. Das liest und (da kannst Du die Fotos noch so sehr verwackeln) sieht man… 😉

    LG Andrea mit Linda

  • Antworten Blumenmond 26. Mai 2016 um 14:46

    Ach ja… die Liebe. 🙂

  • Antworten Dunkelbunterhund 1. Juni 2016 um 21:44

    Wie sehr ich diese Situation am Schreibtisch kenne. Lucy schiebt ihre Nase oft unter meinen Arm und drückt dann mit dem Nasenrücken von unten dagegen. Oftmals so lange bis ich mich ihr zuwende. Dann albern wir etwas herum, sie kommt die Ohren gekrault oder ich entscheide mich spontan Arbeit einfach Arbeit sein zu lassen und wir gehen spazieren.
    Auch Lucy hat eine lange andauernde Krankenakte, ich mache mir jeden Tag bewusst, den wir gemeinsam verbringen dürfen.

    Ich wünsche Dir und Panini alles Gute und eine wundervolle Zeit!

    Vielen lieben Dank für deinen Beitrag!

    Liebe Grüße, Anja und Lucy

  • Antworten Monatspfoto Mai – Juni – Dunkelbunterhund 2. Juni 2016 um 11:49

    […] Kommst du hierher! […]

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