Draußen

Warum ich meinem Hund keine Wurmkur gebe.

30. Mai 2017
Wurmkur Hund

Immer wenn ich „Wurmkur“ höre, sehe ich vor meinem geistigen Auge einen Wurm durch ein Kneipp’sches Wasserbecken wandern, während sich nebenan ein anderer massieren lässt, ein Handtuch lässig zum Turban um den Kopf geschlungen. Ich finde es nicht richtig, dass Würmer regelmäßig eine Kur machen dürfen. Auf meine Kosten! Deshalb gibt es bei uns so was nicht. Naja, unter anderem deshalb. Es gibt noch ein paar andere Gründe.

Wenn ich diesen Artikel in Facebook Hunde-Gruppen posten würde, würden sicher viele Mitglieder über mich herfallen wie die Kriebelmücken. Bestimmt würde ich hören, dass ich Schuld bin, dass es Wurmkuren überhaupt geben muss. Denn nur, weil Menschen wie ich so verantwortungslos sind und keine „prophylaktischen“ Wurmkuren geben, müssen sich andere schützen. Kriebelmücken sind nicht schlau, aber bissig.

Das Märchen von der prophylaktischen Wurmkur.

Ich habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht. Kann man wirklich ohne Wurmkur auskommen? Und was ist mit Hunden, die zum Kotfressen neigen? Panini nascht gern an allem, was stinkt, west, gammelt und rottet. Neulich musste ich sie erstmals davon abhalten, eine bereits zweidimensionale Ex-Amsel zu verkosten. Mein Tier gehört demnach zu einer Risiko-Gruppe. Die tierärztliche Empfehlung für ihresgleichen: einmal im Monat entwurmen. „Prophylaktisch“. Ich schreibe das in Anführungsstrichen, weil es bekanntermaßen ja keine prophylaktische Wurmkur gibt. Entweder, das Tier hat Würmer, dann sind sie nach der Tablettengabe mit etwas Glück hinüber. Oder aber, das Tier hat keine, dann gibt es auch nichts zu killen. In beiden Fällen kann schon einen Tag später eine neue Wurmfamilie einziehen und seine Umzugskisten mit den Eiern auspacken. Die Tablette verhindert das nicht, sie kann dem nicht vorbeugen. Immerhin, sagt Tierarzt Ralph Rückert, werden aber durch die regelmäßigen Intervalle die Populationen klein gehalten, das Risiko einer ernsthaften und massiven Verwurmung besteht kaum. Genau das will natürlich auch ich erreichen, habe mich aber für einen anderen Weg entschieden.

Ich bin pharmasparsam.

Das Wort habe ich gerade erfunden. Es gefällt mir, es sieht schön aus mit seinen vielen „a“s und „p“s und „m“s. Vor allem aber gefällt mir das, was es für mich bedeutet: Sparsam mit Medikamenten umgehen, bei mir und bei meinem Hund. Ich verteufle nichts, aber ich frage immer, ob es wirklich sein muss. Ich brauche dazu keine Studienlage, mir hilft der gesunde Menschenverstand. Paninis Vorgeschichte zeigt mir den Weg sowieso. Das machte die Entscheidung im Grunde sehr einfach.

Panini hat im voraussichtlich ersten Drittel ihres Lebens (toi, toi, toi) sechs Vollnarkosen bekommen, dazu drei Sedierungen. Das ist zumindest das, was ich weiß. Hinzu kommen drei mir bekannte Wurmkuren, Cortison, Schmerzmittel und Impfungen. Ihre Bauchspeicheldrüse hatte keine Lust mehr auf diesen Unfug und stellte den Dienst weitgehend ein. Ich bin der Meinung, dass das alles bereits hinreichend ist für ein Hundeleben und dass ich ihr gegenüber allein schon deshalb zur Pharmasparsamkeit verpflichtet bin, wenn ich sie gesund erhalten will.

Ich möchte darum auch gar nicht auf mögliche Nebenwirkungen von Wurmkuren eingehen, auch nicht auf denkbare Resistenzen. Natürlich habe ich ein sehr mulmiges Gefühl, wenn ich meinem Hund ein Nervengift verabreiche, das in der Lage ist, Lebewesen, die mit dem bloßen Auge sichtbar sind, zu lähmen oder zu töten. Es erscheint mir auch grundsätzlich fragwürdig, einem Tier so häufig ein Medikament zu geben, ohne zu wissen oder auch nur zu ahnen, was in ihm vorgeht. Ohne zu wissen, ob er es überhaupt benötigt. Aber ich habe keine Lust darauf, dass mir jemand Studien um die Ohren haut, die nachweisen, wie irrsinnig ungefährlich und total supi das alles ist. Mich interessiert sowas nicht. Mich interessiert nur eines: Muss. Das. Sein?

Der Darm als Schlüssel zum Glück.

Dank naturheilkundlicher Unterstützung sind Paninis Leber- und Nierenwerte heute bestens, die Bauchspeicheldrüse hat sich erholt. Ein Großteil des Immunsystems, der Quelle für Widerstandskraft befindet sich im Darm, weshalb ich Panini so ernähre, dass der Darm fit bleibt. Er soll Krankheitserreger abwehren können und Parasiten in Schach halten. Das geht nur, wenn er in natürlicher Balance ist. Dabei helfen uns vor allem wurmwidrige Kräuter, Fermentgetreide und fermentierte Kräuter und möglichst naturbelassene, schadstoffarme Nahrung. Damit wird es ungemütlich für Würmer, mein Tier als mobile Immobilie untragbar. Wurmkuren mit ihren neurotoxischen Eigenschaften stören dagegen das Gleichgewicht erheblich. Der Darm verliert die Eigenschaft, sich selbst zu helfen. Das bestreiten nicht einmal Tierärzte. Aber das Konzept ist eben ein anderes: Das Tier muss sich nicht selbst helfen, weil ihm ja regelmäßig geholfen wird. Mich überzeugt das nicht.

Warum Wurm?

Tja, warum gibt es die Viecher überhaupt? Die braucht doch kein Mensch und ein Hund sowieso nicht. Geht man aber davon aus, dass die Natur nicht doof ist, wird es interessant. Denn Würmer haben sehr wohl eine Funktion: Sie trainieren das Immunsystem ihrer Wirte. Wir alle sind besiedelt – von Mikroorganismen, Bakterien, winzigen Parasiten. Entscheidend ist die Balance. Wenn sie nicht mehr stimmt, das Gleichgewicht kippt, erkrankt der besiedelte Organismus. Das Ziel kann und soll niemals der klinisch reine Organismus sein, denn der wäre nicht lebensfähig. Der Nutzen von Antibiotika zieht immer auch einen Schaden nach sich, das Gleichgewicht der Mikroorganismen wird gestört. Mit den Wurmkuren ist es nicht anders.

Erfahrungswerte machen Mut.

Ich habe mich dazu entschieden, alle drei Monate eine Sammelkotprobe von drei verschiedenen Tagen untersuchen zu lassen. Das kostet zwischen 25 und 30 Euro, eine Entwurmung wäre günstiger. Ich wollte die Sache ausprobieren: Hätte Panini jedes Mal einen Wurmbefall gezeigt, hätte ich vermutlich irgendwann kapituliert und würde sie regelmäßig entwurmen. Inzwischen ist sie seit knapp 21 Monaten wurmfrei. Damit habe ich ihr, gemessen am tierärztlich empfohlenen Intervall, 21 Wurmkuren erspart. Selbst mit dem etwas laxeren Zyklus wären es immer noch sieben. Ich finde, das ist verdammt viel.

Kritiker der Kotproben-Methode sagen, dass es einem Labor unmöglich ist, immer alle Wurmeier zu erkennen. Aber hätten sich die Würmer dann in 21 Monaten nicht irgendwann deutlich erkennbar vermehren müssen? Stichwort: Gesunder Menschenverstand.

Des weiteren sagen Kritiker, dass der Hund zwischen den Tests unbemerkt Wurmeier ausscheiden könnte und dass er damit andere Hunde gefährdet. Aber wenn eine Prophylaxe durch Wurmkuren nicht möglich ist – warum sollte ein Hund, dessen Kot regelmäßig untersucht wird, eine größere Gefahr darstellen als ein Hund, dessen Kot nie untersucht wird? Behandlungsfreie Intervalle und damit die theoretische Möglichkeit für ausgelassene Hundbesetzer-Feten von Würmern gibt es ja in beiden Fällen. Mit dem kleinen Unterschied, dass der eine Hundeorganismus nicht regelmäßig mit Nervengiften konfrontiert wird.

Jedes Mal, wenn ich zum Tierarzt gehe und eine Kotprobe abgebe, muss ich mich erneut rechtfertigen. Hat das Tier Durchfall? Nein, nie. Warum dann die Probe? Ich entwurme nicht. Sie entwurmen nicht? Das ist aber nicht gut. Danke fürs Gespräch.

Ich habe mich inzwischen dran gewöhnt. Für mich hat die regelmäßige Proberei neben dem offensichtlichen jedenfalls noch einen weiteren Vorteil. Sollte Panini einen Wurmbefall zeigen, werde ich alarmiert sein. Denn dann weiß ich, dass ihr Immunsystem schwächelt. Ich werde ihr sofort eine Kur angedeihen lassen. Denn wenn hier jemand auf meine Kosten massiert wird und kneippt, dann ist es mein Hund. Und nicht ein mir unbekannter Wurm.

 

Bild © sezeryadigar – istockphoto.de

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50 Kommentare

  • Antworten Lisa 30. Mai 2017 at 19:41

    Hallo,
    super Artikel. Genial geschrieben und sehr fundiert.
    Wir halten es übrigens genauso 😉
    Liebe Grüße, Lisa

    • Antworten Heidi 30. Mai 2017 at 19:52

      Danke! Ich kenne niemanden persönlich, der es so hält, deshalb freue ich mich, es von jemandem “persönlich” zu lesen. :-) LG Heidi

      • Antworten Möller 31. Mai 2017 at 21:45

        Ich habe meinem Bullterrier bis jetzt nur 1x eine wurmkur gegeben als er bemerkte Ausscheiden tatsächlich lange Würmer ausgeschieden hatte, das waren als er 1 Jahr alt war. Und wir ihn aus zweiter Hand bekommen hatten. Da hatte er auch ständig Blähungen. Seit dem nie mehr da ich auch seinen Kot in Kottüten einsammel und in die Biptonne werfe, kann ich auch sehen das er keine mehr seit dem hat. Und das ist nun schon 2 1/2 Jahre her. Ich kaufe immer KräuterMischungen die ich in sein Futter mische. Gruß

      • Antworten Tanja 1. Juni 2017 at 12:06

        Wir machen es auch so

        • Antworten Iris Ricarda 1. Juni 2017 at 22:14

          Guter Artikel.
          Wo gibt es denn bitte diese Kräutermischung zu Kaufen /bzw. Was beinnhaltet /sie/

          Mit freundlichen Gruß
          Iris Ricarda

      • Antworten Verheijen 3. Juni 2017 at 14:14

        Also ganz toll geschrieben. Wir machen das seit 10 Jahren so, werden schief angeguckt aber manchmal auch bewundert. Bis jetzt einziges Argument: tja aber, die Wurmkur ist doch billiger – sagt die Sprechstundenhilfe, wenn ich das Kotsäckli bring. Ich: na, das ist es mir allemal wert!

  • Antworten Annette 30. Mai 2017 at 21:50

    Genau so, liebe Heidi! Mein Hund ist jetzt 4 1/2 und wurmfrei ohne irgendeine Wurmkur. Sie wurde am Anfang einmal entwurmt bevor wir sie zu uns kam; dann einmal von mir, weil ich anfangs dachte, so sei das richtig. Ihre Darmflora war von Anfang an im Eimer, das hatte ich wegen etwas anderem mal testen lassen. Ich unterstelle nicht mal dem Wurmmittel, dass es die Ursache war, aber selbst ohne weitere “Kuren” brauchte es schon zwei ganze Jahre, bis der Darm saniert war (Seitdem haart sie sich z.B. fast nicht mehr und ist rundum fit). Ich wage nicht mir vorzustellen, wie es ihr mit Wurmkuren gegangen wäre. Sie hatte im Verlauf von mehr als 4 Jahren und mind. 10 Kotproben im Laufe der Zeit nie Würmer. Ich lasse jetzt max. noch halbjährlich Proben testen. Gesunde Ernährung + weiterhin regelmäßig Probiotika halten sie so gesund.

    Mich hatte am Anfang im Übrigen eine Freundin motoviert, die ganz cooll einfach sagte: “Wurmkuren, nee, mache ich nicht. Bring doch einfach mal selbst Proben zum Untersuchen”. Ich war froh für die Anregung, wäre ich vielleicht nicht gleich selbst drauf gekommen.
    Langer Kommentar, aber ich habe mich richtig gefreut, dass Du darüber schreibst! :-)

    • Antworten Heidi 30. Mai 2017 at 21:55

      Schöner langer Kommentar! :-) Panini ist übrigens auch 4 1/2. Aber wir haben ja viel aufzuholen. 4 Jahre ohne Würmer, das macht Mut!! Dann hoffe ich mal weiter, dass das mit dem Haaren bei uns auch besser wird. 😀

      • Antworten Kathrin 1. Juni 2017 at 14:26

        Liebe Heidi, ich habe in 30 Jahren noch keinen Hund entwurmen müssen.
        Ich habe nur den kleinen Vorteil einer Freundin im Labor, so dass die Probe untersuchen zulassen, für mich kostenlos ist.
        Lg Kathrin ☺

        • Antworten Heidi 1. Juni 2017 at 14:47

          30 Jahre klingt aber mal richtig gut. 😀 LG Heidi

  • Antworten Inken 31. Mai 2017 at 8:00

    Liebe Heidi, von mir nur ein kurzer Kommentar, denn Du weisst es ja eh: Du sprichts mir aus der Seele. Allerdings hätte ich dss nie so schön formulieren können. Und: Darf ich das Wort pharmasparsam auch benutzen? Es tippt sich schon so schön…

    • Antworten Heidi 31. Mai 2017 at 10:55

      Liebe Inken, ich finde auch, dass es sich schön tippt! Natürlich darfst Du es benutzen. :-)

  • Antworten Isabella 31. Mai 2017 at 8:49

    Ich muss zugeben, ich entwurme … immer dann, wenn es nötig ist. Unser erster Tierarzt hat uns schon vor über 25 Jahren gesagt, dass eine prophylaktische Entwurmung nicht funktioinert und dass eine Wurmkur nur dann notwendig ist, wenn Würmer das sind. So lange geben wir schon Proben ab – und rechtfertigen mussten wir uns deswegen noch nie (liegt aber sicher auch an den Tierärzten).
    Jeder unsere Hunde hatte auch schon mal Würmer – unterschiedliche Arten aus unterschiedlichen Quellen … aber gesamt gesehen sehr selten. Uns ist aufgefallen, dass wir oft nach gehäuften Besuchen in Tierparks oder nach Wanderungen zwischen freilaufenden Schafen mit Würmern zu kämpfen hatten. Nicht immer hat der Wurmbefall mit einem schwachen Immunsystem zu tun.

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Damon und Cara

  • Antworten Gaby Winter 31. Mai 2017 at 10:44

    Ein sehr guter Artikel! Allerdings gibt es auch preiswertere Kotuntersuchungen. Ich schicke die Sammelprobe an die Parasitologie der Medizinischen Hochschule Hannover und zahle nur 10 Euro.

  • Antworten Andrea Bayer 31. Mai 2017 at 15:57

    Klasse Artikel. Danke! Ich habe meine Pferde, Hunde und Katzen weder entwurmt noch geimpft und denen ging es gut! Dieses ganze bescheuerte Prophylaxegestammel kann einen echt wahnsinnig machen.
    Ein paar kleine Anmerkungen/Ergänzungen hätte ich dennoch:
    1. Kokosraspeloder Öl und Karottenraspel mit ins Futter schafft einfür Parasiten unangenehmes Darmmilieu
    2. Wer das ‘Entwurmen’ doch nicht ganz lassen kann, hat heutzutage die Möglichkeit, Pulver auf Kräuterbasis mit Kokos, Senf usw. zu verabreichen
    3. Schick die Kotproben direkt an ein vet. Labor in deiner Nähe. Ist kostengünstiger.
    Liebe Grüße, Andrea

    • Antworten Heidi 31. Mai 2017 at 16:03

      Hallo Andrea,
      danke für Deine Anmerkungen! Kokosöl gibt’s bei uns auch ins Futter. Ja, ich habe schon gehört, dass ich wohl noch etwas sparen könnte. Aber der Tierarzt liegt für uns ungeheuer praktisch und gibt uns noch einen Behälter dazu. Ich kann praktisch am Ende der Gassirunde eine noch warme Probe abgeben und muss nicht zur Post 😀 Das ist einiges wert.
      LG
      Heidi

  • Antworten Gabi Schultze 31. Mai 2017 at 17:52

    Liebe Heidi,
    dein Artikel ist sehr schön geschrieben. Ich halte es auch so mit den Kotproben (nur nicht sooft) und meine Tierärztin ist auch sehr offen dafür. Ich habe einen Hundesalon und einen kleine Barfladen. In den 19 Jahren Hundesalon hab ich schon viel Krankheiten erlebt die sicher mit zu vielen Wurmkuren, diversen Zecken- und Flohschutzmitteln oder falscher Ernährung in Zusammenhang zu bringen sind. Ich rede mir manchmal den Mund fusselig, aber bei den meisten Kunden finde ich kein Gehör. “Der Tierarzt ihres Vertrauens ist anderer Meinung “. Darf ich deinen Artikel auf meine Seite teilen?
    Liebe Grüße Gabi.

    • Antworten Heidi 31. Mai 2017 at 17:59

      Hallo Gabi,
      danke! Ja, das kann ich mir wirklich vorstellen, dass man in einem Hundesalon so einiges an Haut- und Fellproblemen sehen kann, die es nicht geben müsste. Natürlich darfst Du den Artikel teilen!
      Viele Grüße
      Heidi

  • Antworten Chrischy 31. Mai 2017 at 21:18

    wir haben unsere Leika seit jetztseit 2013 bei uns und wir haben sie bis heute noch nicht einmal entwurmt. Wir haben sie “secondhand” und der Vorbesitzer meinte, sie dürfe nur das gute Trockenfutter einer bestimmten Marke haben, weil sie von anderem Futter Durchfall bekäme! Diesen Quatsch haben wir recht schnell abgeschafft, sie frisst diverse Trockenfutter, Nassfutter, sie bekommt Barf, obwohl sie bei rohem futter ihren Naapf gegen mittlerweile 2 Katzen verteidigen muss. Sie hatte mal einen dezenten Flohbefall, der aber seltsamerweise plötzlich wieder verschwunden war, obwohl wir kein Spot-on mehr da hatten. Der Vorbeitzer kam einmal zu Besuch, sie rutschte mit dem Hintern über den Teppich, was ich auch bei anderen Hunden schon als so genannte Übersprungshandlung gesehen hatte, aber was von den meisten Menschen als Wurmbefallen bewertet wird, und er erzählte, dass er wohl un der Kurzen Zeit die sie bei ihnen lebte, regelmässig Kuren gemacht habe! Da sie, wenn wir sie mal alleine lassen müssen, aus Protest ein Geschenk im Wohnzimmer hinterlässt, und wir auch die Hinterlassenschaften ausserhalb einsammeln, habe ich regelmässig die möglichkeit das hinterlassene zu sichten und habe dort noch nie etwas gesehen, was da nicht reingehört! Also gehe ich davon aus, dass sie keine ungebetenen Untermieter hat! Gut, dass ich mit dem nicht Kuren nicht alleine bin!

  • Antworten Dietmar 31. Mai 2017 at 22:43

    Hallo,
    ich finde es wunderbar,dass es auch vernüftige Hundebesitzer gibt. Mein Goldi ist beim Gassi gehen immer so schnell
    mit etwas fressbaren finden,dass ich immer nur zweiter bin.
    Aber er bekommt keine Nervengifte innen und aussen.
    Er ist trotzdem kerngesund.
    Er weiss nicht einmal wie eine Tierarztpraxis ausschaut.
    Ich habe alles von einem Tierheilpraktiker für den ich arbeite und auch seine Tiernahrung vertreibe.
    Leider sind viele Hundbesitzer so verklemmt und meinen ohne Tierarzt kommt man nicht aus (der will ja auch leben ).
    Ich lege jeden ans Herz er soll das Buch von Dr.Ziegler ( Hunde würden länger leben,wenn ) lesen.
    viele liebe Grüße an Heidi die einen so guten Blog hat.

    Dietmar

  • Antworten phil 1. Juni 2017 at 11:14

    Ich muss meinen Hunden, welche mit über 10 Katzen auf dem Land zusammen leben, abundzu eine Wurmkur geben. Die Mäuse haben alle Würmer, dementsprechend auch die Katzen und die Hunde. So ist das auf dem Bauerhof nun einmal.

    Es lässt sich leider nicht vermeiden! Profilaktisch aber nicht! Erst bei den unschönen Anzeichen. Alternativen gab es bisher absolut keine!
    Gruss Ohil

    Gruss Phil

    • Antworten Dietmar 1. Juni 2017 at 12:33

      Hallo Phil,
      wenn man sich etwas orientiert, gerade über das Internet , findet man viele Sachen gegen Würmer.
      Warum muss man immer die Pharmaindustrie unterstützen die unser Tiere und uns auch vergiftet.
      Zur Prophylaxe gibt es z.B. Kräuter die das Darmmilieu stärken und den Wurm falls da zum Austritt bringen.
      Da stirbt er von ganz allein.Die Eier auch.

      viele Grüße Dietmar

  • Antworten Sonja 1. Juni 2017 at 12:50

    Hallo…
    Ein sehr gut geschriebener Artikel.
    Auch ich gebe nicht prophylaktisch… icv passe auf und schaue mir den Kot immer wieder mal an . Habe drei kleine ( 1 Ruskji Toy und 2 Chihuahua) die müssen nicht unbedingt regelmäßig mit Chemie behandelt werden!!! Ist meine Ansicht.

    LG Sonja

  • Antworten Ute Rott 1. Juni 2017 at 14:01

    Super Artikel und mit viel Humor geschrieben. Kann ich nur weiterempfehlen.
    Noch ein Hinweis am Rande: in mittlerweile 37 Jahren Hundehaltung habe ich meine Hunde ca. 6-7 Mal entwurmen müssen, weil sie Würmer hatten. Du kannst also ganz beruhigt sein. Was du da machst, ist goldrichtig.
    Viele Grüße
    Ute

    • Antworten Heidi 1. Juni 2017 at 14:48

      Gute Quote! Das macht Hoffnung… Ich freue mich, so viel Zustimmung zu bekommen!
      VG
      Heidi

  • Antworten Heike 1. Juni 2017 at 19:17

    Humorvoll geschriebener toller Artikel! Auch bei uns gab es in 20 Jahren nur bei Bedarf mal eine Wurmbehandlung! Von den Welpen lasse ich den Kot untersuchen! Keine Prophylaxe! Chemie sollte möglichst aus den Hunden bleiben! Prophylaktisch gibt es bei uns MSM!

  • Antworten Elisabeth Marichal 1. Juni 2017 at 19:49

    Ich kann dem auch nur zustimmen. Meine Hunde bekommen auch keine Chemiekeule mehr zum entwurmen. Auch die Welpen nicht die ich ziehe. Ich gebe ihnen regelmäßig Kräuter und sie werden mit Rohfleisch ernährt. Alle sind sehr gesund. Impfen steht im übrigen auch nicht mehr auf meinem Plan.

  • Antworten Angela 1. Juni 2017 at 22:53

    Wir haben übrigens 13 Jahre ohne Würmer und genauso lange ohne Wurmkur 😉

    • Antworten Heidi 1. Juni 2017 at 23:43

      Top!!

  • Antworten Ramona Slomka 2. Juni 2017 at 6:48

    Hallo, dein Beitrag spricht mir voll aus dem Herzen. Habe einen Hund 6Jahre und 2 Katzen 7 Jahre und noch nie chemisch entwurmt. Da ich baff bekommen alle 3 auch einen Gemüse/Obst gemixt, der immer Petersilie enthält und Karotten. Mein Dackelchen bekommt täglich übers Futter Kokosfloken, das mögen meine Kater leider nicht. Jedenfalls hatte ich noch nie Würmer…
    Und geimpft wird bei mir auch nicht.
    Alle 3 sind kerngesund und das sagt alles….
    L.G.

  • Antworten Ramona Slomka 2. Juni 2017 at 6:49

    Ich meinte, das ich baff.. .

  • Antworten Ramona Slomka 2. Juni 2017 at 6:50

    Der schreibt, was er will.
    Ich meinte, das ich barfe…

  • Antworten Ana 2. Juni 2017 at 6:57

    Hallo Heidi
    “Pharmasparsam”, köstlich dieses Wort und spannend das Thema “Wurmkur”. Spannend im Sinne von; wenn man sich damit befasst und etwas recherchiert, kommt man sehr schnell zur Information, dass diese Kur tatsächlich nur etwas nützt, wenn die Viecher sich bereits gemütlich eingerichtet haben. Leider interessiert zu viele Tierhalter zu wenig die Hintergründe und stopfen so unnötigerweise ihre Fell- und Pelzlieblinge mit “Pharmakörnchen” voll.
    Bei unserem kleinen schwarzen Mäusekiller kontrollieren wir immer wieder mal seinen Allerwertesten, da sieht man die Mistviecher sehr gut. Dann, und nur dann gibts ein Tablettli.
    Zum Glück haben wir eine TA, die aufklärt, einiges auf dem Kasten hat aber nicht pharmaverhirngewäscht leiert.
    Lg, Ana

  • Antworten Chris 2. Juni 2017 at 11:47

    Liebe Heidi!
    Wunderbar, das ich auf deinen Blog gestoßen bin. Tolle Arbeit leistest du hier. Ich hab dich bei mir verlinkt.
    Ich freue mich sehr, das noch jemand gesunden Menschenverstand besitzt! Ist leider selten geworden…..
    Genau so werde ich es auch handhaben!
    Gruß
    die Ersthundbesitzerin Chris

  • Antworten Andrea 2. Juni 2017 at 13:57

    Hallo Heidi,
    Herrlich, einfach nur herrlich zu lesen. Wir haben zwar noch keinen Hund, sind aber schon auf der Suche und ich selber habe es zuvor oh meinem Kater so gehalten. Wenn Wurm sichtbar dann Entwurmungskur, und nach dem Futterwechsel kam es gar nicht mehr vor!!
    Allerdings ging ich noch einen Schritt weiter, denn Floh,/Zeckenmittel gab es bei mir auch nicht, habe Kokosöl und Niembaum-creme genommen, sind beide auch noch super nährstoffreich….. :)
    Wie haltet ihr es mit den Impfungen? Denn nicht mal meine Kinder sind durchgeimpft, somit mein Kater auch nicht…. mit dem Hund der in Zukunft uns bereichern mag, muss ich mich noch einarbeiten. Impft ihr immer alles ? Gibt es bei Hunden nicht sogar schon eine Impfpflicht?
    Auf jeden Fall Danke für den tollen Beitrag, und welches Futter und Kräuter füttert ihr?

  • Antworten Vanessa 3. Juni 2017 at 3:38

    Moin, wir sind seit 8 Jahren Wurmkurfrei und jede Probe ist negativ.
    Wir füttern hauptsächlich roh und die Hunde fressen auch mal das ein oder andere Katzenhäufchen oder verweste Lebewesen – trotzdem ist alles tutti.
    Danke für den tollen Artikel, den wir sehr sehr gerne auf unserer Seite teilen werden.

  • Antworten Franka 3. Juni 2017 at 11:15

    Ein sehr interessanter Artikel. Mal ein Kommentar/ Frage aus der Reihe. Wenn eure Hunde dann doch mal Würmer hatten, habt ihr euch dann auch testen lassen? Ist das nötig? Danke!

    • Antworten Heidi 5. Juni 2017 at 10:16

      Hallo Franka,
      nein, aus meiner Sicht ist das nicht nötig. Die meisten Würmer fühlen sich bei gesunden Menschen nicht wohl, aber selbst als Panini Giardien hatte, die ja auch Menschen befallen, habe ich mich nicht testen lassen. Das hätte ich nur getan, wenn ich Symptome gehabt hätte und/oder durch eine schwere Krankheit anfälliger gewesen wäre.

      • Antworten Franka 5. Juni 2017 at 12:00

        Hm, also bei Bandwürmern doch aber wahrscheinlich schon sinnvoll, da sie auf den Menschen gehen, oft jahrelang unbemerkt bleiben und nicht zu vernachlässigende Schäden hervorrufen können?

  • Antworten Mandy 3. Juni 2017 at 16:00

    Welche Kuren macht ihr um das Immunsystem zu stärken und welche Kräutermischung verabreicht ihr?

    Liebe Grüße

  • Antworten Kerstin Ostermann 4. Juni 2017 at 21:27

    Hallo Heidi,
    ich mache es seit 8 Jahren genauso, zwar nicht ganz so oft wie du aber Smocky bekommt ein Mittel von cd Vet mit dem ich sehr zufrieden bin.
    Liebe Grüße

    • Antworten Heidi 5. Juni 2017 at 10:23

      cdVet gehört hier auch zum Programm! :-)

  • Antworten Sabine 11. Juni 2017 at 6:39

    Hallo,

    Ich habe 4 Rauhhaardackel komplett ohne Wurmkuren an meiner Seite gehabt. Genau Ihre Vorstellungen haben mich schon vor 30 Jahren umgetrieben. Alle meine Hunde kamen entwurmt vom Züchter, was auch immer das heißt, denn wenn die Wurmkur nicht vom Vortag ihrer Entlassung kam, hatten die Würmer ja genug Zeit sich einzunisten. Nicht einer meiner Hunde hat Würmer gehabt, im Gegenteil, meine Tochter mit 5 Jahren brachte sie aus dem Kindergarten mit!
    Und ich muss feststellen, als mein jüngster Rauhi unerklärliche, blutige Durchfälle hatte und sein 2 Jahre älterer Kumpel nicht, würde mir beim TA gesagt, Wurmkur gegen alles! Beide Hunde! Auf meine Frage warum, der Grosse hat doch nichts, kam, das kann ja noch kommen. Es wurde ein Schnelltest auf Girardien gemacht … angeblich positiv, ich hab da nichts von gesehen, also noch ein Hammer drauf, der Große hatte nichts, auch nicht in der Folgezeit. es wurden vorher/nachher Kotproben im Grosslabor untersucht, keine Girardien, aber das Hammermedikament hatten wir schon mal drin und die Untersuchung war auch bezahlt.
    GSD half weiteres Schwarmwissen von Facebook und der Rat eines alten Humanmediziners! Um meinem kleinen Schmalhansdackelchen weitere Untersuchungen zu ersparen, bekam er 2 Wochen lang eine ganz geringe Erhaltungsdosis Cortison, jeden Tag omep und Schonkostfutter frei von chemischen Zusätzen und anderem Müll, der nicht in den Hund gehört. Und siehe da, nach der Zeit war der Durchfall weg und das Dackelchen nahm zu. Ich gebe zu, ich musste ab und an über 2-3 Tage wieder Cortison geben, weil die Durchfälle immer wieder schubweise auftraten und das besonders dann, wenn der Hund Stress hatte. Gut, abstellen kann ich das nicht, ich kann meine Hunde nicht in einer Blase halten! Aber ich füttere mittlerweile Reico, mit Zugabe einer Kräutermischung und was soll ich sagen, seit über 3 Monaten keine blutigen Durchfälle mehr, kein magenschmerzenkrampfiges Dackelchen mehr, das mich flehentlich anschaut, ihm zu helfen. Meine Hunde sind gesund! Mit allem, was dazu gehört!

    Vielen Dank fürs Zuhören und für diesen tollen Artikel!
    Sabine

  • Antworten Sidonie 12. Juni 2017 at 20:39

    Sehr schön geschrieben :) wir halten das seit Anfang an auch so – mehr aus dem Bauchgefühl raus. Aber du bringst auch noch zusätzlich gute Argumente für nächste Diskussionen 😀
    Da ich schon bei mir selber ungern Medikament nehme, wollte ich meinem Hund auf keinen Fall welche auf Verdacht geben. Außerdem war ich neugierig, wie oft mein Hund wirklich Würmer haben wird. In seinen 4 Jahren war keine einzige Probe positiv. :-)
    Kotproben haben außerdem den Vorteil, dass ggfs. andere Erkrankungen gefunden werden können.

  • Antworten Kristina 13. Juni 2017 at 7:39

    Toller Artikel! Wir halten das mit unserem Hund auch so. Ich füttere auch gern von Pernaturam die Kräutermischungen oder den Löwenzahnsaft. Das hat unserer Hündin nach einem Kokzidienbefall gut geholfen! Nun hoffe ich, dass wir sie dauerhaft wurmfrei halten können mit der Unterstützung aus der Natur :-)

  • Antworten Maike 13. Juni 2017 at 10:33

    Ja genau so ist es. Die worterfinding gefällt mir gut. Dann sind w8r auch pharmasparsam sowohl beim Hund, als auch bei Kindern und uns.
    Mein Tierarzt ist mein Tierarzt geworden, weil er mir gleich beim ersten Telefonat sagte, das er nicht ohne kotprobe und Befund eine wurm Kur rausgibt. Bisher hatten wir auch noch nie einen Befund. Unser Hund ist 2,5 Jahre alt. Möhrensaft, Kräuter, kokosöl und gute Ernährung. Unser alter hund sennmix, ist 15 !!! geworden auch sehr pharmasparsam .
    Warum handeln so viele Menschen entgegen ihrem Menschenverstand, bzw. wieso ist der bei manchen nicht mehr vorhanden?

  • Antworten Gabriele D. 21. Juni 2017 at 12:20

    Ganz toller Artikel.
    Die letzte Wurmtablette – nee, es müsste ja heißen: den letzten Wurmkiller hat meine Hündin vom Züchter bekommen. Das war im April 2011. Seither hatte ich zwei bis dreimal im Jahr Kotproben untersuchen lassen, nix, nada, nüscht. Und sie gehört auch zur Fraktion “Biotonne” weil Frauchen anscheinend nicht in der Lage ist, für adäquate, artgerechte stinkende, gärende und faulige Ernährung zu sorgen. 😉 Sie frisst aber auch gerne fast jede Art von Gemüse und Obst. Unterwegs frisst sie auch neben Gräser diverse Blätter und Löwenzahnblüten. Sieht immer gut aus wenn sie auf der Wiese … rupf … rupf … rupf sämtliche qietschegelben Blüten vertilgt. Ich glaub schon, sie weiß was ihr guttut. Kokosflocken und Kräuter gehören hier auch zur Fütterung,
    Liebe Grüße und weiter so.