Draußen

Das erwärmte Tier.

4. Juli 2015

Das Tier kann sich grundsätzlich für ziemlich viel erwärmen, allem voran für Dinge, die genießbar sind und auf dem Boden liegen. Was in die Gruppe des Genießbaren gehört, darüber herrscht bei uns Uneinigkeit. Aber sei’s drum. Man könnte also glauben, etwas Erwärmung macht dem Tier nichts aus, zumal ja mediterranes Blut in ihm fließt. Das allerdings stimmt so nicht. Panini findet Hitze blöd. Und da wiederum sind wir uns ganz einig. Wegen mir müsste es die Überschreitung der 25 Grad-Marke nicht geben.

Nun habe ich selbst dennoch den ein oder anderen Sommer überlebt und finde den Umgang damit recht profan. Man schwitzt viel, man trinkt viel, man isst weniger und schläft weniger. Wegen alledem ist die eigene sonst spitzenmäßige Leistungsfähigkeit im Eimer. Das war es dann aber auch schon. Und insbesondere wenn man Punkt 2 beherrscht und sich wenig in der städtischen Mikrowelle aufhält, kommt man ganz gut über die Runden. Erfahrungsgemäß. Was das Tier betrifft, fehlen mir aber die Erfahrungen. Es ist ja unser erster gemeinsamer Sommer.

Das Gute ist: Man kann das Tier noch problemloser überall in mitnehmen. Es legt sich hin und rührt sich die kommenden Stunden nicht mehr. Zwar wollte ich immer einen Hund und keine Flunder, aber was soll man machen? Wenn das Tier sich mühevoll erhebt, hechelt es noch vor dem ersten Schritt. Dann schleppt es sich zum Wassernapf und schafft sich eine gute Portion Flüssiges in sich hinein. Hernach trottet es, von intensiver Zungenarbeit erschöpft, wieder zurück und lässt sich erneut nieder plumpsen. So etwa verbringt Panini den Tag. Manchmal helfen nur die kalten Fliesen.

In dem Bestreben, dem Tier die warmen Tage zu erleichtern, stehe ich nun spätestens um 6:30 Uhr auf und gehe die große Runde mit ihr in der Früh. Dann hätten wir das schon mal. Mach ich ja auch. Morgens laufen gehen und nicht mittags.

Nomnomnom: Panini-Eis.

Die zweite Maßnahme ist die Kreation von Panini-Eis. Panini-Eis geht so: Man nehme Dinge, die dem Tier schmecken, mantsche sie zusammen, fülle sie portionsweise in einen Eiswürfelbehälter und friere das ganze ein. Fertig. Da sie Obst nicht immer gut verträgt, habe ich als Basis eine Karottenpampe gewählt. Fürs Aroma kam dann ein bisschen Dosenfutter dazu, mit dem weichen Herzragout, das sie gerade bekommt, ging das gut. Und zur Abrundung und damit es ein bisschen eisähnlich cremig wird, habe ich 2 Teelöffel Kokosöl hinzugefügt. Das Ergebnis dieser eigenwilligen Rezeptur ist ein voller Erfolg. Sie darf es schlecken und am Ende das letzte Stückchen wegmumpfen. Da die Portion klein ist, weiß ich nicht, ob es wirklich kühlt, aber Kaltes auf der Zunge ist bestimmt angenehm. So ein staubtrockenes Leckerchen mag ich bei der Hitze zumindest nicht so gern geben, auch wenn sie es sonst gern wegknurpst.

Panini-Eis, hier in der Geschmacksrichtung Karotte-Rinderherz-Kokos

Panini-Eis, hier in der Geschmacksrichtung Karotte-Rinderherz-Kokos

Cool, ein bisschen wenigstens: das Kühlhalsband für Hunde.

Und zu guter Letzt habe ich ein Kühlhalsband von Aqua Coolkeeper besorgt, mit dem wir auf unserer Gassirunde schon mächtig angeben konnten. Es ist eigentlich besser für drin, weil es draußen beim Schnuppern vielleicht ein bisschen stört. Aber es ist wirklich ganz nett. Man legt es 15 Minuten in Wasser, dann saugen sich die Gelkügelchen in dem Halsband voll und es quillt etwas auf. Natürlich wird es dadurch auch etwas schwerer, aber ich würde sagen, es ist noch im grünen Bereich. Dann soll man das Kühlhalsband für Hunde etwas trocknen lassen, ein Vorgang der bei diesem Wetter höchstens mit einer Stunde zu veranschlagen ist. Danach kann man es dem Tier anlegen. Wenn das Wasser aus den Gelkügelchen verdunstet, entsteht Kühlung. Und das nicht nur laut Anleitung, sondern tatsächlich. Das Ding fühlt sich kühl an, tagelang sogar. Panini lässt sich das Halsband gern anlegen und hat noch keine Anstalten gemacht, es abstreifen zu wollen, was problemlos gelänge, weil ich es locker anlege. Will man den Kühlungseffekt kurz etwas verstärken, legt man das Ganze für 3 Minuten in den Kühl- oder Gefrierschrank.

Kuehlhalsband fuer Hunds 2

Panini hat einen Hals auf die Hitze

Von der Marke Aqua Coolkeeper gibt es auch Decken, aber da hätte ich das Gefühl, dass das Tier in der feuchten Kühle liegt und ich bin nicht so sicher, ob das für Rücken und Gelenke so doll ist. Nachher bekommt sie noch eine Blasenentzündung oder so was. Weiß man’s? Etwas Kühlung im Nacken schien mir passender und ausreichend. Die Kühlung geht auch durch ihren Kragenplüsch durch, denke ich. Zumindest ist sie nach dem Spaziergang schneller runtergekühlt, ohne Hecheln und entspannter. Besonders agil ist sie dadurch nun nicht gerade geworden, aber mein Gefühl ist, dass sie es mag und sich damit wohler fühlt. Und um das zu erreichen, würde ich viele Kühlirgendwase kaufen.

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3 Kommentare

  • Antworten Blumenmond 5. Juli 2015 um 5:32

    Ich glaub, ich kauf mir auch so ein Halsband. 🙂

  • Antworten Heidi 5. Juli 2015 um 19:16

    Schau mal, da geht tatsächlich was für Zweibeiner. Ich hab schon damit geliebäugelt. http://www.aquacoolkeeper.com/de/cooling-for-people/cooling-wristband.html

  • Antworten Hundebengel Charly 11. Juli 2015 um 18:37

    Hallo,
    ich habe gerade eben euren Blog entdeckt. Er gefällt mir sehr gut.
    Hunde leiden meistens unter der Hitze. Dein Tipp mit dem Kühlhalsband finde ich super. Charly würde eher das Eis nehmen. Er ist eben ein kleiner Feinschmecker.

    Liebe Grüße
    Sonja und Charly

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