Drinnen

Das haarende Tier. Teil 2: Hundehaare entfernen mit Spaß.

22. Mai 2016

(Dieser Beitrag kam ohne jegliche Kooperationen zustande. Aber es sind Amazon-Links drin und deshalb gilt er als “Werbung”.) Der Fellwechsel schreitet fort und so ist es höchste Zeit für den angekündigten zweiten Teil zum Thema „Wege aus der Haarhölle“. In Teil 1 ging es um Hundebürsten, hier will ich mich mal dem Hundehaare entfernen im gepflegten Heim widmen. Paninis Haare finde ich derzeit magischerweise überall. Auf dem Herd und im Backofen, in Schubladen und auf Regalen. Aber natürlich vor allem überall dort, wo das Tier geht und steht. Das Zeug fliegt umher und findet seinen Weg, bevorzugt auf Teppiche, das Sofa, das Bett und überhaupt alles, was „Textil“ ist.

Nach einigem Herumprobieren habe ich meine Helferlein gefunden, mit denen ich wirklich glücklich bin. Eine Zeitlang dachte ich, man müsste sich mit „Naja, wenigstens ist es nicht mehr so schlimm wie vorher“ zufrieden geben, aber das ist nicht so. Man muss nur die richtigen „Tools“ zum Hundehaare entfernen finden. Inzwischen benutze ich nur noch zwei, aber ich möchte euch auch noch zwei weitere gute vorstellen.

Darüber hinaus gibt es ein paar „Geheimtipps“, die sich bei uns nicht bewährt haben, z.B. mit Gummihandschuhen über die Textilien streichen (Da bleiben zwar Haare haften, aber danach wird es schwierig, die auch einzusammeln. Und gründlich ist es nicht), oder mit nassen Händen arbeiten (Funktioniert aus meiner Sicht gar nicht. Und wer will schon mit nassen Händen ein Betttuch bearbeiten?), Paketklebestreifen (Habe ich eine Zeitlang benutzt. Dauert lang und ist nervig) Dann doch lieber ordentliches Handwerkszeug.

1. Die Sonax-Gummibürste.

Diese Bürste * arbeitet wie einige andere nach einem ganz bestimmten Prinzip. Im Gegensatz zu einer normalen Bürste bleiben die Haare nicht in ihr hängen. Das Material Gummi lockt, ähnlich wie der Gummihandschuh, auch festsitzende Haare aus dem Polster. Es gibt auch Besen, die so funktionieren. So schiebt die Bürste die Haare vor sich her, die Knäule lassen sich dann gut absammeln, kleine Reste mit dem Staubsauger entfernen. Hier wird aber auch gleich die Schwäche der Bürste deutlich: Sie funktioniert am besten, wenn bereits viele Haare da sind. Bei einzelnen, verstreuten Haaren ist sie ziemlich hilflos. Weitere Nachteile: Die Bürste ist vergleichsweise schwer und liegt nicht so gut in der Hand. Sie kann sehr gründlich arbeiten, der Kraft- und Zeitaufwand ist aber nicht zu unterschützen.

Hundehaare entfernen 1

Geht gut:

Bei großen Haarmengen auf Teppichen und Polstern, auch auf Fleecedecken und Velours

Geht nicht gut:

Auf Kleidung.

 

2. Der alberne Marienkäfer.

Den Marienkäfer * habe ich hier schon mal vorgestellt. Ich mag ihn nach wie vor sehr gern, aber andere Methoden sind dann doch noch besser. Er funktioniert ähnlich wie die Sonax Bürste, ist aber handlicher, leichter und etwas gründlicher. Auch er schiebt die Haare vor sich her, weshalb es der Sonax-Bürste in den Vor- und Nachteilen ähnelt. Allerdings kann man mit ihr auch den Hund sanft bürsten, das gefällt mir. Gerade als Panini Schmerzen im Rücken hatte, konnte ich sie trotzdem bürsten, der Marienkäfer ist weich genug.

 

Geht gut:

Bei großen Haarmengen auf kleinen Flächen, auch auf Fleecedecken und Velours

Geht nicht gut:

Auf Kleidung

 

3. Die Fusselrolle

Ich habe mich immer gefragt, was Leute an Fusselrollen finden. Mich haben sie zur Weißglut gebracht. Man fährt zweimal über eine Fläche und schon klebt das Ding nicht mehr. Dann darf man eine halbe Stunde den Anfang irgendeiner Perforation suchen und das Nichtklebende abrollen. Dafür braucht man wiederum ewig und wenn man Pech hat, erwischt man gleich mehrer Schichten. Viel Aufwand für wenig Effekt.

Ich habe eine Weile gebraucht, um herauszufinden, dass die Qualitätsunterschiede bei den Rollen enorm sind und leider ein Haufen Schrott auf dem Markt ist. Als ich die Scotch Brite Fusselrolle* fand, wusste ich endlich, wie Fusselrollen eigentlich gemeint sind. Und dann macht die Sache auch Spaß. Klar, auch diese Klebefläche muss recht bald erneuert werden. Aber längst nicht so schnell wie von den Billigdingern. Das Abfriemeln geht deutlich schneller und einfacher, man nimmt auch nie zwei Schichten auf einmal mit. Damit ist die Scotch Brite Rolle ergiebiger als andere.

Panini und ich sind Car Sharing-Nutzer. Klar, dass das Auto nach Gebrauch wieder haarfrei sein muss. Früher schleppte ich jedes Mal eine riesige Autoschutzdecke zum Parkplatz, die ich dann erst mal umständlich anbrachte. Dank dem Scotch Brite genügt inzwischen eine kleine Decke auf dem Rücksitz, Haare auf der Rückenlehne und Resthaare auf dem Sitz sind mit der mitgebrachten Fusselrolle schnell entfernt. Wenn wir das Auto hinterlassen, ist es sauberer als zuvor (was ich schon alles an der Rolle kleben hatte …) Der Scotch Brite ist einer meiner zwei Heros und ich will nicht mehr auf ihn verzichten.

Geht gut:

Auf kleinen, auch unebenen Flächen, auf Kleidung, im Körbchen, auf Fleece und Velours, auf grob gewebten, aber auch glatten Möbelstoffen

Geht nicht gut:

Auf großen Flächen (viel Papierverbrauch), auf Hochflorigem wie Vet Bed oder Teppichen

 

4. Der Paku Paku

Der Paku Paku* ist ein Knaller. Was war ich nur ohne ihn? Er ergänzt die Fusselrolle überall dort, wo sie scheitert. Das Ding kommt aus Japan und bedeutet „auf und zuklappen“ (Ein Pac-Man ist ein „Paku-Paku Man“). Damit ist auch schon etwas über die Funktionsweise des Dingens gesagt. Es hat zum Hundehaare entfernen eine rote Bürsten-Fläche, wie man sie auch von einigen Kleiderbürsten kennt. Aber hier funktioniert sie endlich mal! Denn durch das Hin- und Herrollen mit dem Paku Paku öffnet sich immer wieder eine Klappe und die eben aufgenommenen Haare werden automatisch in ein Fach befördert. Die Bürste ist wieder sauber und bereit für neue Taten.

Man fährt mit dem Paku Paku über die Oberfläche, als wollte man mit der Farbrolle eine Wand streichen. Hat man den richtigen Winkel erst einmal heraus (geht schnell), dann öffnet sich der Deckel dauernd und man klappert so vor sich hin (das Ding ist geräuschvoll). Man kann damit große Flächen in sehr kurzer Zeit ohne Kraftaufwand enthaaren. Und zwar komplett, ohne dass ein Haar zurück bleibt (das schaffen normale Bürsten nie). Der Paku Paku wird dort richtig stark, wo andere Bürsten aufgeben: Auf weichen, nachgiebigen Oberflächen wie Kissen und auf hochflorigen Textilien. Betttücher und Fleecedecken sind für ihn ein Kinderspiel. Für Sofas, Betten und dicke Teppiche gibt es nichts besseres. Am Ende öffnet man die Klappe und entnimmt eine dicke, kompakte Haarrolle, die man so einfach entsorgen kann. Als wär das alles nicht schon toll genug, ist die Bürste auch noch sehr schonend zu den Oberflächen und schubbert sie nicht ab. Man kann den Paku Paku gar nicht genug loben.

Hundehaare Paku Paku 3

Hundehaare Paku Paku 2

Geht gut:

Auf großen, weichen Flächen, auf Fleece, Velours und eigentlich allen textilen Oberflächen, auf dicken oder hochflorigen Teppichen

Geht nicht gut:

Auf sehr harten Flächen z.B. dünner Kelim auf Steinboden. Auf Kleidung.

 

Transparenzhinweis:

Alle Dinge zum Hundehaare entfernen habe ich von meinem süß-sauer verdienten Geld gekauft, fürs Loben habe ich nicht einmal ein Stracciatella-Eis bekommen und das ist auch richtig und gut so.

Das Sternchen * hinter einem verlinkten Wort weist darauf hin, dass es sich dabei um einen Affiliate-Link handelt. Das bedeutet, dass ich eine Provision bekomme, wenn jemand über diesen Link etwas bei Amazon kauft. In der Regel handelt es sich dabei um einige Cent.

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8 Kommentare

  • Antworten Lisi 19. Juni 2016 um 14:20

    Die Produkte sehen sehr interessant aus 🙂 wir hatten einfach immer nur eine einfache Bürste, die ihren Zweck allerdings nicht optimal erfüllt hat. Aber es war in Ordnung. Diese Produkte funktionieren sicherlich besser

  • Antworten Tina 5. Juni 2018 um 16:52

    Ich habe von der Marienkäfer Bürste über diesen Blog erfahren und seitdem stand er immer auf meiner Wunschliste. Da bei mir in der Nähe kein Händler den Käfer hatte (und ich zu faul war ihn mir über das Internet zu bestellen) hat die Anschaffung etwas gedauert.

    Doch nun habe ich ihn und ausprobiert auch schon, am Hund. Ich nutzte den Käfer nach dem Gummistriegel, womit ich zuerst viele lose Haare großflächig aus dem Fell gelöst hatte. Was dieser kleine Käfer kann… Er ist nichts für eben schnell schnell. Aber mit Zeit und kurzen Wegen massiert er das Fell aus Bereichen die einen in der Menge staunen lassen. Mein Monty gefiel diese Behandlung übrigens sooo unglaublich gut, das er sich nach fünf Minuten hingelegt hatte und sich in eine komatöse total entspannung striegeln ließ. Tiefen entspannt lag mein Hund also vor mir, die Augen geschlossen und ich arbeitete mich Stück für Stück durchs Fell. Der ist mir glatt unter dem Marienkäfer eingeschlafen. *lach*
    Der Nachteil, ich konnte beim ausprobieren des Käfers erst mal nur eine Seite des Hundes ausgiebig bearbeiten, weil Monty nicht zum Seiten tauschen zu überreden war. :’D

    Also, ich bin schwer begeistert von dem Käfer. Etwas handlicher könnte er in der Hand liegen aber das ist nicht schlimm. Dafür holt er eine Menge Fell aus dem Hund (bei mir ist es ein Deutscher Boxer mit kurzen eng anliegenden Fell). Außerdem ist es total toll zusehen wie der Hund diese Massage genießt, dabei total entspannt und sich auch den Kopf, Schnauze und Ohren sanft bürsten lässt (bei mir wurde dabei nicht einmal ein Auge geöffnet :D).

  • Antworten Sonja Bornscheuer 28. Juni 2018 um 20:07

    Hallo, wo bekommt man denn bitte diese Paku-Paku Bürste? Lg

  • Antworten Vanessa 6. Juli 2018 um 19:29

    Wir nehmen die Wunderbürste, geht für Kleidung, Möbel, Auto….

  • Antworten Brigitte 19. Juli 2018 um 12:29

    Vielen lieben Dank für den Test, das hilft uns sehr, denn unser Terrier-Dackel (vermutlich) Haartrockner das ganze Jahr. Hast Du evtl. auch eine Idee von einem Händler außerhalb von Amazon??? Das würde mir sehr helfen, denn ich boykottiere Amazon seit 5 Jahren. Danke Brigitte

    • Antworten Heidi 19. Juli 2018 um 12:35

      Beim Paku Paku gibt’s sonst nur noch ebay als Alternative. Die anderen Sachen sind problemlos auch woanders zu bekommen, siehe Suchmaschine. Viele Grüße Heidi & Panini

  • Antworten Daniela 10. August 2018 um 10:14

    Ich wurde auf den Paku Paku durch diese tolle Seite aufmerksam!
    Hab sie mir gleich bestellt und würde sie niiiiee wieder hergeben 😁
    Den Marienkäfer hatte ich schon vorher ist auch super genial doch er erwischt nicht immer alles. Den Rest holt sich dann Paku Paku!! Also tolle Bürsten 👍🏻

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