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Paninis Krankengeschichte

8. Juli 2018

Dies ist nicht eben ein heiterer Text, auch sein Unterhaltungswert lässt zu wünschen übrig. Ich habe ihn dennoch geschrieben, um ihn in den Blog zu heben, denn alles, was hier steht, gehört zu uns. Und vielleicht hilft dem einen oder anderen ja sogar eine unserer Erfahrungen.

November 2014:
Panini bringt aus Italien eine Knieverletzung mit. Niemand hat sie dort bemerkt, man weiß nicht, wie lange sie schon bestand. Bevor ich sie übernehme, lasse ich sie ärztlich untersuchen, der Tierarzt der Pflegestelle stellt fest, dass etwas nicht stimmt, ist sich aber nicht sicher, ob es ein Kreuzbandriss ist.

Dezember 2014:
Panini zieht ein.

Der TA in meiner Nähe diagnostiziert einen KB-Riss. Es folgt eine Kreuzband-OP rechts (Kapselraffung mit Bandersatz). Nach der OP immer wieder Lahmen.

März 2015:
Diagnose Spondylose, vor allem der letzten Wirbel hinten. Röntgen der Hüfte ohne Befund, der Tierarzt bezeichnet Paninis Hüfte als „Musterhüfte“.

Panini bekommt Kortison, angeblich das einzig richtige, was man bei Spondylose tun kann. Sie verträgt es überhaupt nicht. An einem Tag trage ich sie neun Mal die 3 Stockwerke hinunter und wieder hoch. Sie muss ständig pinkeln, wird unruhig, hechelt stark und beginnt, ALLES zu fressen, was sie findet. Gegen den Rat des Arztes schleiche ich das Kortison aus und lehne es auch später ab.

April 2015:
Verdacht auf Meniskusschaden rechts in Folge des Kreuzbandrisses, Nachoperation. Erneute Glättung der Arthrose, Meniskus intakt.

Das Vertrauen zum Tierarzt bekommt einen ersten Riss. Was genau wurde in der zweiten OP gemacht und warum? Die Frage ist für mich bis heute offen.

Danach stetige Besserung bis zur scheinbar vollständigen Wiederherstellung von Beweglichkeit und Lebensfreude.

Dezember 2015:
Kreuzbandriss links, nachfolgend OP, wieder als Kapselraffung.
OP nicht erfolgreich, Hund lahmt auch noch nach 6 Wochen (belastet das Bein überhaupt nicht), Knie bleibt instabil.

„Ein Kreuzbandriss sind zwei Kreuzbandrisse“ heißt es bei Tierärzten. Die Wahrscheinlichkeit, dass über kurz oder lang beide Seiten betroffen sind, ist hoch. Das liegt daran, dass der Kreuzbandriss beim Hund, anders als beim Menschen, in der Regel keine Sportverletzung ist, sondern degenerativ bedingt. Das bedeutet, dass das Band wie ein morsches Seil nach und nach reißt und schließlich komplett entzwei ist. Die Ursache sind schwache Bänder (etwa hormonell oder ernährungsbedingt) und/oder eine Überlastung bzw. Fehlbelastung der Bänder. Deshalb sind deutlich über 50% der Hunde doppelt betroffen – erst rechts, dann links, oder umgekehrt. Aber wie heißt es so schön im Fußball: Erst hatten wir kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu. Deshalb war auch diese OP nicht erfolgreich.

Februar 2016:
Nachoperation als TPLO in der Tierklinik Kalbach bei einem anderen Tierarzt, Meniskus muss teilweise entfernt werden

Der kaputte Meniskus ist ein Sekundärschaden durch das instabile Knie. Der Tierarzt ist nun nicht mehr unser Tierarzt. Ich mache mir Vorwürfe, dass ich ihn trotz meines aufkeimenden Misstrauens die Operation durchführen ließ. Ich dachte, es sei sinnvoll, beide Beine nach der gleichen Methode operieren zu lassen, um Dysbalancen zu vermeiden. Und das erste Bein hatte sich ja auch schließlich doch noch erfreulich entwickelt. Eine Fehlentscheidung, wie ich heute weiß.

Hund belastet das Bein zwei weitere Wochen nicht, dann jedoch vier Wochen lang stetige Zunahme von Bewegungsfreude.

6 Wochen nach der OP: Stagnation. Wechselnde Tagesform, insgesamt wenig Besserung. Kontrollröntgen ohne besonderen Befund, Knochen gut verheilt, volle Beweglichkeit im Knie vorhanden, leichte Verdickung der Patellasehne.

Mai 2016:
Goldimplantation (Berlock-Methode) bei Dr. Horch, Schweinfurt. Danach ca. 4 Wochen Behandlung mit Schmerzmitteln und zunehmende Stabilität.

Panini ging es schlecht, ich musste etwas unternehmen. Alle mahnen zur Geduld, aber ich weiß, dass etwas nicht stimmt. Die Diagnose von Dr. Horch gibt mir recht:

  • Lockerheit an beiden Hüftgelenken von etwa 3 mm „Weichteil-HD“
  • Beide Knie geschwollen, insbesondere rechts instabil
  • Schwellung in beiden Schultern in Folge von Überlastung
  • Durchtrittigkeit vorn

Herr und Frau Dr. Horch empfehlen, Orthesen für Panini anfertigen zu lassen und auch die Sprunggelenke vorn mit Bandagen zu unterstützen. Ich folge zunächst dem Rat, in den ersten Monaten nach der Goldimplantation trägt Panini die Orthesen bei den längeren Spaziergängen und kommt auch einigermaßen damit zurecht. Da sie aber immer stabiler wird und der Osteopath und die Physiotherapeutin von den Orthesen eher abraten, benutzen wir sie nicht mehr. Mit den Bandagen vorn kommt Panini nicht gut klar, wenn sie damit vorn korrekt steht, sind die Krallen auch zu lang und ich kann sie nicht weiter kürzen.

Hund Orthesen Knie

Nach der Goldimplantation ist Panini erstmals überhaupt in der Lage, sich richtig vom Kopf bis zum Schwanz durchzuschütteln, sie kann bis zu zwei Stunden spazierengehen. Wir sind glücklich.

März 2017:
Erstmals Lahmen vorn (links). Schonung. Diagnose Dr. Fischer, Tierklinik Kalbach: Sehnenreizung. Schmerzmittel Onsior zeigt keine Wirkung. Quarkwickel, Retterspitzwickel, klassisch homöopathische Behandlung eines neuen Tierarztes bringt keinen langfristigen Erfolg.

Auch hier gibt es wieder erste Vertrauensrisse zum Tierarzt. Es geht nicht weiter, die Behandlung schlägt wochenlang nicht an. Der Tierarzt scheint keinen echten Plan zu haben und ich breche die Behandlung ab.

Kurzfristig hilft Akupunktur und eine andere homöopathische Behandlung einer Tierheilpraktikerin. Sie nimmt im August eine längere Auszeit, Panini geht es wieder schlecht.

Ich muss wieder jemanden suchen, der uns hilft. Ich denke an eine Laserbehandlung und einen umfassenden physiotherapeutischen Blick. Die neue Physiotherapeutin stellt fest, dass eine alte Narbe hinten rechts sehr schmerzempfindlich, verdickt und stark verklebt ist.

Physiotherapie und Blutegelbehandlung an der Narbe hinten bringt die Wende, ab Oktober 2017 ist Panini wieder stabil.

Unterwasserlaufband Hund

Mai 2018:
Panini soll eigentlich geimpft werden, aber es geht ihr nicht gut. Sie ist sehr hitzeempfindlich, schläft viel, geht langsam. Die Treppe läuft sie aber ohne Probleme, es gibt keine Anzeichen für Schmerzen. Weil die Augen stärker tränen und die Nase tropft (wie 2017 um diese Zeit auch), denke ich an eine Allergie.

Ein Blutbild bringt keinen Hinweis darauf, alle Blutwerte sind top. Nur der Schilddrüsenwert ist etwas niedrig. Der TA nimmt das Blut am Bein rechts hinten, direkt unterhalb der Narbe. Drei Wochen später beginnt sie plötzlich vorne rechts zu lahmen.

Juni 2018:
Abklären der Schlappheit in der Tierklinik Kalbach bringt wenig Ergebnis. Folsäure etwas zu niedrig, Nebennierenwert (Cortisol) etwas zu niedrig. Aufgrund der Schmerzen nicht sehr verwunderlich, die Wahrscheinlichkeit von Morbus Addison ist extrem gering. Keine Hinweise auf eine versteckte Entzündung, keine Mittelmeerkrankheiten/Borreliose, Vitamin B12 in Ordnung.

Juli 2018:
Panini lahmt weiter, Onsior und eine homöopathische Behandlung (Mittel wie letztes Jahr) brachte keinen Erfolg. Derzeit: Vorsichtige Massage mit Aromaölmischung an der Narbe, Vitalpilze, Schonung.

 

Unterstützende Maßnahmen:

Physio:

Osteopathie bei Sven Wagenhöfer, Kronberg seit Mai 2015, zu Beginn alle 4, dann alle 8 Wochen. Ziel: Lockerer Rücken, Ausbremsen der Spondylose

Physiotherapie bei Aqua Canis, Oberursel nach den OPs zum Muskelaufbau (Massagen, Wackelbrett, Cavaletti, Schwimmen)

Physiotherapie bei GangArt, Kalbach im Sommer 2017 (Blutegel, Laser, Unterwasserlaufband)

Nahrungsergänzung für die Gelenke:

Dauerhaft: Collagile Dog (Kollagenhydrolysat), Hagebuttenschalenpulver, Kräuter im Wechsel (u.a. Brennessel, Schachtelhalm), Omega-3-Öle

Kurweise: Dog Fit Joint (Glucosamin, Chrondoitin, MSM), Gladiator Plus, Vitalpilze

Narben:

Ohr rechts (groß, Bissverletzung), Schwanz (unter dem Fell nicht gut sichtbar, vermutlich Bissverletzung), Rücken (mittel, Ursache unbekannt), unterhalb Sprunggelenk rechts (groß, Ursache unbekannt, möglicherweise Stacheldraht oder Tierfalle, TA erkennt im Röntgenbild metallische Pünktchen, Gewebe war stark verklebt und verhärtet, wird im Winter mit Fleecebandage geschützt), Kastrationsnarbe (ungewöhnlich groß), weitere diverse kleine Narben

Hund hat immer im Frühjahr tendenziell Probleme, verträgt keine Wärme, läuft plötzlich langsam, atmet schwerer.

Da sie immer im Frühjahr auch Schmerzen hat, ist eine Abgrenzung schwer. Ich glaube, dass die wiederkehrenden Schmerzen ein dauerhafter Stressfaktor sind, der die Nebenniere und in Folge möglicherweise auch die Schilddrüse negativ beeinflussen.

Was habe ich gelernt? Wie geht es weiter?

Die längste unbeschwerte Zeit, die wir bis jetzt geschafft haben, dauerte neun Monate an. Panini konnte rennen und war von einem gesunden Hund nicht zu unterscheiden. Warum bleibt diese Situation nicht stabil? Was kann ich noch für sie tun? Sie hat Gold in wichtigen Gelenken, um Entzündungen und Schmerzen auszubremsen. Gegen Sehnenreizungen und schwache Bänder kann Gold aber nichts ausrichten. Eine Schlüsselrolle hat die große Narbe an der Achillessehne hinten rechts. Wir brauchen wieder den Laser und/oder Dr. Egel. Sie muss langfristig mit Ölen massiert werden.

Nachdem unsere Physiotherapeutin über Wochen ausfällt, habe ich uns wieder eine Therapeutin gesucht, die viel Erfahrung mit dem Bewegungsapparat und der Behandlung von Narben hat. Auf ihr ruhen meine Hoffnungen. Weder Schmerzmittel des Orthopäden, noch die Homöopathie hat uns hier geholfen, auch vermeintliche Wunderkräuter nicht. Worauf Panini gut reagiert, ist Akupunktur, Laser und Blutegel. Doch nichts brauchen wir so dringend und in so großen Mengen wie Geduld. Außer Geld vielleicht.

Ich habe Panini versprochen, sie gesund zu machen. Es bleibt eine große Herausforderung.

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21 Kommentare

  • Antworten Irene Pospisil 9. Juli 2018 um 10:08

    Großes Kompliment, was Du alles für Deine Süße machst.
    Wir können uns gut vorstellen, wie verzweifelt und hilflos du dich oft fühlst.
    Meine Tochter hatte eine Hündin aus Spanien. Wir haben lange gesucht,
    bis wir einen TA gefunden haben, der Leishmaniose behandeln KONNTE.
    Dann mußte eine Gesäugeleiste entfernt werden, anschließend hatte
    sie ein Spritzenabszess und dann mußte ein Auge entfernt werden.
    Alle 14 Tage litt sie unter Lahmheit. Da wir wußten, dass sie viele
    unbehandelte Brüche in ihrem Leben hatte, bekam sie Physiotherapie
    und Futterergänzungsmittel. Aber nichts konnte ihr helfen.
    Dann bekam sie Goldimplantur. Der Hund lahmte nie wieder.
    Wir waren glücklich. Zwei Jahre ohne Sorgen und Verzweiflung
    und dann bekam sie eine Bauchspeicheldrüsenentzündung.
    Das war es dann.
    In den Jahren haben wir viele Tierärzte kennen gelernt. Darüber könnte
    man ein Buch schreiben.
    Wir hatten vierzig Jahre, Hunde aus dem Tierschutz. Aber die
    kleine Maus ( ein bißchen Ähnlichkeit mit deinem „Brötchen“)
    hatte es am schlimmsten erwischt.
    Ich wünsche euch nur noch tolle und kompetente Tierärzte.
    Am meisten wünsche ich euch natürlich, viele Jahre ohne Tierarzt.

    • Antworten Heidi 9. Juli 2018 um 10:43

      Liebe Irene, danke für deinen Kommentar und dass du mich an eurer Geschichte teilhaben lässt. Wie traurig ist das! An solche Geschichten muss ich immer denken, wenn undifferenziert von den “stolzen Tierschutzhunden” die Rede ist, denen es in ihrer Heimat so viel besser gehen würde als auf deutschen Sofas. Die Tiere klagen einfach nicht, sie leben mit den Schmerzen und deshalb sieht sie oft keiner.

  • Antworten Andrea 9. Juli 2018 um 11:28

    Liebe Heidi,
    Eure Geschichte berührt mich sehr. Ich habe oft Deinen Artikel “Ich mach Dich gesund, sagte der Bär.” Beim Lesen musste ich weinen und dachte, welch Glück Panini mit Dir hat. Und nun ist es eine solch schwierige und langfristige Herausforderung füe Euch beide. Ich wünsche Euch von ganzem Herzen, dass Ihr bald die Hilfe findet, die ihr braucht und den Mut, die Hoffnung und die Geduld nie verliert.

    • Antworten Heidi 9. Juli 2018 um 11:34

      Danke, liebe Andrea! Tiefs gibt es immer, aber dann beißen wir die Zähne zusammen und arbeiten uns wieder raus. Ich habe auch schon wieder eine Idee, wo wir noch hingehen könnten… Für euch auch alles Liebe!

  • Antworten Dani 9. Juli 2018 um 19:15

    Was eine Krankenakte. Puhh. Und welch ein Glück, dass Panini dich hat. Deine Geschichte zeigt mir, wie wichtig es ist, gute Tierärzte mit dem entsprechenden Know How an seiner Seite zu haben.

    ich wünsche euch Alles Gute!

    Liebste Grüße
    Dani mit Inuki und Skadi

    • Antworten Heidi 9. Juli 2018 um 20:25

      Hallo Dani,
      vielen Dank! Ja, mit den Ärzten hast du vollkommen recht. Ich bin am Anfang einfach zu dem Tierarzt um die Ecke, dachte, das ist ja mal praktisch, dass unser Haustierarzt so nah ist. Pustekuchen. Für Kleinigkeiten und unkomplizierte Notfälle würde ich da hingehen, sonst nicht mehr.
      Liebe Grüße
      Heidi & Panini

  • Antworten Anja 9. Juli 2018 um 19:23

    Liebe Heidi, ich lese Euren Blog sehr regelmäßig und finde, dass Du mit weitem Abstand die besten Texte schreibst. Immer ein wenig nachdenklich, klug und dabei so herzlich, ohne in irgendwelchen Schmalz abzugleiten. Und ich habe schon sehr viel geschmunzelt, laut gelacht und auch schon die eine oder andere Träne verdrückt. Und jetzt würde ich so gern etwas Tröstendes schreiben, dass alles gut wird, denn soviel Einsatz und so viel Tapferkeit und Durchhaltekraft m u s s doch einfach irgendwann mal belohnt werden! Ihr zwei habt schon soviel durchgemacht. Aber Pannini hat wirklich den richtigen Menschen gefunden, denn Du lässt dich nicht entmutigen. Ich wünsche Euch weiterhin viel Kraft und dass Ihr endlich die richtige Behandlung findet, damit alles ein glückliches Ende nehmen kann. ( Ich kann offensichtlich nicht schmalzfrei schreiben
    : ) ) Anja

    • Antworten Heidi 9. Juli 2018 um 20:23

      Hallo Anja,
      Danke für deine netten Worte und guten Wünsche! Sie geben auf jeden Fall Kraft!
      Alles Liebe
      Heidi & Panini

  • Antworten Socke-nHalterin 9. Juli 2018 um 19:55

    Es tut weh zu lesen, was Panini und auch Du durchgemacht haben und wie Ihr leidet. Ich würde Euch so gerne Mut machen, etwas Kluges schreiben, aber ich kann es nicht. Nur Anteilnahme und tiefes Mitgefühl kann ich Dir aussprechen.

    Wir leben hier seit März 2013 mit einem kranken Hund und ich weiß, wie schwer es ist….

    Ich wünsche Euch alles Gute und soweit es geht Genesung.

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

    • Antworten Heidi 9. Juli 2018 um 20:21

      Hallo Sabine, danke für deinen Kommentar! Doch das macht auf jeden Fall Mut, wenn man weiß, dass man mit solchen Problemen nicht alleine ist. Heute hat jemand bei FB geschrieben, ich sei egoistisch, bei dem, was ich dem Hund alles antäte. Sie an meiner Stelle würde überlegen, ob eine Amputation oder eine Einschläferung nicht der weitaus bessere Weg sei. Es war jemand, der weder mich, noch meinen Hund kennt. Also … sowas gibt’s auch und zum Ausgleich tun Kommentare wie deiner sehr wohl.
      Für euch auch alles Liebe!
      Heidi & Panini

  • Antworten Christiane 9. Juli 2018 um 20:56

    Liebe Heidi,ich wünsche mir von ganzen Herzen das dein versprechen an Panini bald in Erfüllung gehen wird. Ich glaube fest daran.Ich kann dir nur Danke sagen für deine tollen Blog ohne ihn wäre ich nie mit Jamie zu Dr.Horch gefahren.Auch wir haben noch ein paar Baustellen und ich hoffe nur das es nicht mehr werden aber die liebe zum Hund macht es einem leichter die Hoffnung nicht auf zugeben .Ich lese so gerne deine Geschichten.Alles alles liebe für euch beiden…bis bald mal wieder.von Christiane & Jamie

    • Antworten Heidi 9. Juli 2018 um 21:12

      Liebe Christiane,
      danke für deine lieben Worte und guten Wünsche!
      Alles Liebe weiterhin für dich und Jamie!
      Heidi & Panini

  • Antworten Christine 10. Juli 2018 um 10:23

    Guten Morgen 🙂

    Oh je, wirklich schon eine sehr lange Krankengeschichte! Ich drücke Euch ganz fest die Daumen, dass Ihr auch dieses Tief schnellstmöglich überwinden werdet!

    Ach ja, die lieben Berufskollegen… Mein Problem inzwischen ist, dass ich per se keinem anderen Tierarzt mehr traue und immer erstmal alles hinterfrage, was diagnostiziert und verschrieben wird – das ist echt furchtbar! Aber irgendwie haben ausgerechnet meine Hunde auch immer so seltsame, schwer oder gar nicht zu diagnostizierende Sachen, da wird man irgendwann echt skeptisch und ich weiß ja aus eigener Erfahrung, wie das so ist mit dem Wissen oder Nichtwissen… Und seitdem ich nicht mehr in der Praxis arbeite bin ich leider auf das Können der Kollegen angewiesen.
    Ganz schlimm ist es, wenn man im Notdienst in eine Klinik muss – da landet man ja oft bei einem Anfänger und da klappen sich mir manchmal echt die Fußnägel hoch, was da so abläuft (gerade wieder mit dem Hund meiner Mutter erlebt – so jemand Inkompetenten wie den jungen Kollegen habe ich bisher zum Glück echt selten erlebt – ja, aller Anfang ist schwer, aber dann sollte man sich zumindest mit einem erfahrenen Kollegen austauschen, wenn man nicht weiter weiß).

    Generell zur Gelenkunterstützung kann ich Bad o pet Megaflex empfehlen – wir hatten etliche Hunde in der Praxis, die damit besser gelaufen sind als mit Schmerzmitteln! Selbst ein Labbi mit schwerster ED, der mit Metacam fast nicht mehr laufen konnte, lief damit wieder lahmfrei. Man kann es dauerhaft oder als Kur geben, bis es wirkt dauert es 2-3 Wochen. Das wird nicht Euer Problem mit der Narbe lösen, aber vielleicht wäre das nochmal eine Idee für die Gelenke?

    • Antworten Heidi 18. Juli 2018 um 19:10

      Hallo Christine,
      vielen Dank für den Tipp! Ich habe mich an Teufelskralle bislang nicht herangetraut, ich hatte Angst, es könnte bei Panini Probleme mit dem Magen auslösen. Aber dein Hinweis hat mich nochmal motiviert, mich eingehender mit der Sache zu beschäftigen und ich habe jetzt ein Präparat gefunden, was in der Zusammensetzung mit dem Megaflex verwandt ist, mich aber mehr überzeugt, auch weil es eindeutiger deklariert ist (ich gebe Panini nix, wo nur “pflanzliche Nebenerzeugnisse” und “pflanzliche Öle” draufsteht und ich weiß nicht, was sich dahinter verbirgt, da bin ich kiebig). Ich gebe ihr jetzt CaniMove, da ist auch Grünlippmuschel, Weidenrinde, Teufelskralle und Vitamin E drin und noch so einiges anderes. Die olle Muschel und Glucosamin hatten zwar bei ihr noch nie eine spürbare Wirkung, aber wer weiß, wie das in einer anderen Zusammensetzung ist. Wir versuchen es. Bislang ist CaniMove zum Glück verträglich, toi, toi, toi. Danke auf jeden Fall für den Schubser in diese Richtung!
      Heidi & Panini

      • Antworten Christine 19. Juli 2018 um 0:00

        Liebe Grüße, liebe Panini,
        das hört sich ja gut an! Das CaniMove kannte ich noch nicht und das mit der undurchsichtigen Deklarierung kann ich sehr gut verstehen… Gut zu wissen, dass es ein ähnliches Produkt mit besser durchschaubarer Zusammensetzen gibt 🙂
        Ja, ich denke, dass die Wirkung durch das Zusammenspiel der einzelnen Wirkstoffe entsteht… Ich weiß nicht, ob es bei Paninis Fall (wo ja doch mehr gesundheitliche Aspekte zusammen kommen) auch so gut hilft, aber ich denke auch, dass es einen Versuch wert ist. Ich bin sehr gespannt und drücke fest die Daumen, dass es hilft! 🙂
        Ganz liebe Grüße,
        Christine & Juna

        • Antworten Christine 19. Juli 2018 um 0:01

          Huch, liebe Heidi sollte das heißen – blöde Autokorrektur…

  • Antworten Julia Hasenbein 11. Juli 2018 um 8:40

    Die ganze Geschichte klingt so traurig. Bleibt stark!

    “Ich habe Panini versprochen, sie gesund zu machen. Es bleibt eine große Herausforderung.”

    Das ist wunderschön, so etwas zu hören!!!

  • Antworten Regina 12. Juli 2018 um 20:35

    Liebe Heidi,
    Liebe Panini!

    Es ist eigentlich schon alles geschrieben. Meine Vorschreiber/-innen haben mir die Worte aus der Tastatur genommen. 😉
    Du weißt, wir haben seit 22 Jahren Hunde immer aus dem Tierschutz.
    Deren Gesundheit und Wohlbefinden hatte und hat immer höchste Priorität. Zwischenzeitlich haben wir auf sehr viel gesellschaftliche Annehmlichkeiten verzichtet, nur damit die Tiere nicht lange allein/ nicht Ängsten ausgeliefert sind.
    Aber das was Du tust, ist ganz großartig.
    Du lässt einfach nicht locker und suchst nach immer neuen Möglichkeiten.
    Für mich bist Du das Beste, was Panini passieren konnte!
    Lass Dich nicht irritieren von anderen Meinungen.
    Wir drücken sehr die Daumen, dass Panini schmerzfrei und humpelfrei wird.
    Ich denke, sie würde niemals das Leben auf Deiner Couch gegen ein anderes eintauschen wollen.
    Und das zählt mehr als alles andere.
    Ganz herzliche Grüße, Regina

    • Antworten Heidi 18. Juli 2018 um 18:57

      Liebe Regina,
      hier fehlt unbedingt noch eine Antwort. Vielen Dank für Deinen lieben Kommentar! Wir geben nicht auf!
      Liebe Grüße
      Heidi & Panini

  • Antworten Franzi 21. Juli 2018 um 0:50

    Ohje. Mir kommt das alles so schrecklich bekannt vor. Vom Regen in die Traufe ;-(

    Wir stehen jetzt auch mit der Diagnose Kreuzbandanriss da. Der Fachtierarzt rät zu TPLO. Ich habe irre Bedenken, da es nun doch ein großer Eingriff ist.

    Wie kommt sie mit den operierten Knien heute klar….?

    Ganz liebe Grüße,
    Franzi

    • Antworten Heidi 21. Juli 2018 um 14:12

      Hallo Franzi,
      es stimmt, eine TPLO ist eine größere Sache. Aber vermeintlich “harmlosere” Methoden sind bei einem Hund über 10 kg keine gute Alternative. Panini kommt mit dem TPLO-Knie deutlich besser zurecht als mit dem anderen, das mit einer Kapselraffung operiert wurde. Ich würde mich immer wieder für eine TPLO entscheiden. Für einen erfahrenen Operateur ist es ein Routineeingriff.
      Alles Gute für euch!
      Heidi & Panini

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