Draußen

Martin Rütter lässt mich im Stich.

9. Mai 2015

Trotz meiner Skepsis gegenüber Hundeverstehern jeglicher Art habe ich alle Folgen „Der Hundeprofi“ mit Martin Rütter gesehen. Tatsächlich habe ich auch einiges von ihm gelernt. Vor allem war mir früher nicht klar, wie wichtig das richtige Timing beim Loben ist. Lobt man etwa zu spät, kann es passieren, dass man den Hund dafür lobt, dass er sich im Ohr herum bohrt. Oder niest. Der Hund würde sich darüber nicht wundern, der traut mir einiges zu. Aber so richtig nützlich wäre es nicht.

Als intime Kennerin der Hundeprofi-Folgen ist mir allerdings aufgefallen, dass 90% der von Rütter begutachteten Hunde extrem unterbeschäftigt und unterfordert sind. Sagt Rütter. Deshalb muss die Reizangel her. Oder der Futterdummy. Oder ein Ball. Das Tier wird bespielt und bespaßt und müde gemacht wie verrückt und dann tut es mit letzter Kraft, was man sagt. Das ungefähr ist das Prinzip des Rütter-Trainings.

Nun ist Panini seit fünf Monaten bei mir. Etwa drei Monate davon kraucheln wir etwa höchstens 20 Minuten ums Haus. Tageweise hüpfte sie auf drei Beinen. Klar kann sie toben. Aber sie soll nicht. Ich darf sie nicht von der Leine lassen, so lange der Tierarzt mich nicht von der Leine lässt. So kommt es, wie es kommen muss: Das Tier ist unterbeschäftigt. Es ist noch immer nicht ordentlich erzogen und macht Unfug. Der schlimmste Unfug ist die Sache mit den Bodenproben. Das Tier ist immer auf der Suche nach Fressbarem. Schon möglich, dass es daher kommt, dass sie eine Weile auf der Straße gelebt hat. Vielleicht ist sie auch einfach nur ein Fresssack. Ich muss ihr das dringend abgewöhnen.

Bei Martin Rütter gab es mal einen Hund, der gerne die Häufchen seiner Kumpels fraß. Das ist bei Panini auch schon mal vorgekommen, ist aber sehr sehr selten. Gefährlicher sind Hinterlassenschaften von Katzen. Und die von Wildtieren. Letztere aber nur, weil man sie sich durch hingebungsvolles Wälzen als „Eau de Fuchs“ auftragen kann und sich dann wie ein Hund von Welt fühlt. Ein Wald ist für Panini so eine Art Parfümerie Douglas. Come in and find out and smell like hell. Aber zurück zu Rütter. Der Hund, der die Haufen fraß, war natürlich na? Richtig, unterbeschäftigt, gelangweilt und unterfordert. Kaum hatte man ein paar lustige Suchspiele gemacht und Dummys geworfen, ging der Hund am delikatesten Haufen vorbei.

Ich mache bereits lustige Suchspiele mit Panini. Meine ganze Existenz ist ein einziges lustiges Suchspiel. Ich verstecke Leckerchen hinter Regenrinnen, unter Baumwurzeln und auf Fensterbänken. Panini findet sie, mampft sie weg, dreht sich um und hat einen weggeworfenen Lolli zwischen den Zähnen. Dann sieht sie mich an wie Kojak und ich denke: Was jetzt, Martin Rütter?

Ich weiß, was er sagen würde: Das Tier darf zuhause kein Futter mehr zur freien Verfügung haben! Nein Martin, hat sie nicht. Bei uns gibt’s eh Nassfutter und das nur, wenn ich es will. Das Tier kann sogar vor einem vollen Napf sitzen und nicht drangehen, bis ich es erlaube. Es kann vor einem Rinderohr sitzen und es nicht nehmen. Zu Hause geht das. So Rütter und jetzt kommst Du!

Denkspiel oder Fress-Spiel?

Damit das Tier trotz seiner Bewegungseinschränkung nicht unterbeschäftigt, gelangweilt und unterfordert ist, machen wir Denkspiele. Auch das gab es mal beim Hundeprofi. Mit einem Beagle, dem offensichtlich den ganzen Tag bohrend langweilig war. Der musste kleine Leckerchen unter kleinen Becherchen suchen. Ich habe keine kleinen Becherchen, aber drei „Brain Train“-Spiele für Hunde. Inzwischen spielen wir nur noch die Einstein-Variante und da muss ich mikroskopisch kleine Leckerchen nehmen, damit das Tier auf Dauer nicht platzt, denn es findet alles sehr sehr schnell.

Wir haben auch einen Futterball, aus dem Leckerchen fallen. In der Beschreibung stand, das sei ein „anspruchsvolles Spiel für intelligente Hunde“, ein Text, der ganz offensichtlich nur dem Hundehalter schmeicheln soll. Jeder Hund, der nicht völlig gegen die Schleuse geschwommen ist, ist in der Lage, einen Ball anzustupsen und das Leckerchen zu bemerken, das spätestens nach zwei Sekunden rausfällt. Damit kann ich Panini satte 5 Minuten lang beschäftigen.

Was ich nicht machen kann: Mit dem Hund laufen gehen, den Futterdummy werfen, die Reizangel rausholen, einen Ball oder Frisbee schmeißen. Panini darf nicht fetzen, toben, springen. Teilweise noch nicht, teilweise wird sie es nie können, dürfen, söllen.

Ein Feuerwerk der nutzlosen Methoden.

Was soll ich nur machen, damit das Tier draußen nicht mehr alles frisst? Mein Freund, das Internet, empfiehlt jenseits der Rütter-Methode: Mit dem Fuß auf den leckeren Abfall drauf treten und so deutlich machen, dass er mir gehört (klappt nicht weil Panini meist viel schneller ist als ich. Wie soll ich auf etwas drauftreten, was unter einem Auto liegt?) Aus dem gleichen Grund wird empfohlen, den Unrat zu verprügeln (übrigens auch den begehrten Hundekot). Klappt nicht, siehe oben. Ebenfalls wird empfohlen, dem Hund ein Tauschgeschäft vorzuschlagen, ihm ein Leckerchen anzubieten, wenn er die Beute fallen lässt. Klappt nur bei großen und vergleichsweise unattraktiven Fundstücken. Kleinere und leckere sind viel zu schnell weg. Bleibt noch die Methode schimpfen (klappt nicht im mindesten, hat zwar den Effekt, dass der Hund weiß, dass ich die Fresserei schlimm finde, erhöht aber seinen Druck, schnell sein zu müssen). Das Anwenden von Tabuworten („Nein!“) hilft nur bei unattraktiven Sachen wie Brötchentüten oder dreckigen festgeklebten Bonbons. Bei einer Salamischeibe hilft kein nein. Ich weiß jetzt, dass Frankfurts Bodenbelag zu ca. 20% aus Salamischeiben besteht. Neulich trank das Tier aus einem abgestellten Coffee-to-go-Becher. Es ist ein sehr modernes, urbanes Tier.

Da kann man schon mal verzweifeln. Das Internet hilft nicht, Martin Rütter hilft nicht. Da steht man nun da mit einem verprügelten Hundehaufen, auf dem Weg zum nächsten lustigen Suchspiel, während der Hund vergnügt und unbeeindruckt neben einem vor sich hin knurpst. Und es gibt nicht einmal mehr „Wetten das …“ Sonst hätte ich folgende Wette anzubieten: Wetten, dass ich 55 Sorten städtischen Unrats am Schmatz- und Knurpsgeräusch meines Hundes auseinanderhalten kann?

Diese und viele weitere Panini-Geschichten gibt es jetzt auch im E-Book “Ein Hund namens Brötchen”

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Bild: © urbancow – istockphoto.com

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27 Kommentare

  • Antworten Blumenmond 10. Mai 2015 um 6:28

    Liebe Frau Heidi,

    ich lese das für Dich sicher anstrengende mit viel Amusement und frage mich, wie wir damals unseren Hund nur haben “großziehen” können, als es noch keiner Rütters und sonstige Hundeprofis gab. Meine Eltern hatten auf jeden Fall kein schlechtes Gewissen, dass sie nicht die pädagogisch perfekten Hundeeltern sind. Ich werde weiter gerne lesen, wie die Kluft zwischen Theorie und Praxis auseinander geht und bin sicher, dass Ihr Beide… also Du und Panini… das Kind schon schaukeln werdet.

    Gruß
    Anja

    • Antworten Heidi 10. Mai 2015 um 13:38

      Dankeschön Anja!
      Ja, das kann man sich manchmal schon fragen, wie das früher alles ging. Allerdings ist mein Eindruck, dass auch die Ansprüche der Gesellschaft an den perfekten Hund gestiegen sind. Gerade weil es so viele Hundetrainer gibt und zum Beispiel bei C. Millan vermittelt wird, Hundeerziehung sei eine Sache von Minuten, erwarten die Leute auch, dass Hunde “funktionieren”. Ich bin froh, dass Panini so niedlich ist, aber selbst sie ist schon als Dreckstöle beschimpft worden. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie es Leuten mit großen, nicht putzigen Hunden ergeht. Das Fressen ist ja zum Glück eine Sache, die nur uns etwas angeht. Und da geht es mir auch weniger um den gehorchenden Hund an sich, als um ihre Gesundheit.

    • Antworten Ines 25. Juni 2018 um 17:23

      Hallo
      Ich habe eure Beiträge gelesen unsere Kleine knabbert auch alles an auch im Vorbeigehen schnapppt sie nach Blättern oder Bereen am Wegrand
      Ich versucht ihre Aufmerksamkeit durch ein Spielzeug oder Leckerchen auf mich zu lenken ich lass sie über Baumstämme laufen Slalom durch die Beine oder andere Spiele das sie sich mit mir beschäftigt
      Es hat langsam Erfolg sie sammelt weniger auf und frisst keine Bäume und Büsche mehr an

      • Antworten Detlef Fingerling 5. November 2018 um 21:42

        Das Problem liegt daran, das jeder seinen Hund über all hinscheißen lässt! In der Stadt auf den Gehweg egal, jeder noch so kleine Grasstreifen am Rande wird hemmungslos zugeschissen! Bis zur nächsten größeren Wiese sind es nur 20 Meter, aber warum soll ich da hin gehen. Im freien Feld, gibt es Wiesen und Äcker jede Menge, aber wo lässt man seinen Hund hin scheißen, direkt mitten auf den Weg,damit ich rein trete, oder mein Labrador den Haufen bei gefallen vertilgt! Ich gehe jeden Tag mehrmals mit unserem Labrador, und das sind meine Beobachtungen, jeden einzelnen Tag und mich ärgert das und ich kann manchen nicht Hundehalter gut verstehen. Und nun zu ihnen liebe Heidi, ich glaube das Sie mit ihren Geschichten gutes Geld verdienen, und Herr Rütter lässt Sie nicht im Stich rufen Sie ihn an, machen einen Termin, und Sie werden sehen er wird ihnen helfen.

  • Antworten Jobst 27. September 2016 um 7:43

    Hallo Heidi,
    zum Staubsaugersyndrom: Die Problematik ist zum Einen,du mußt die potenzielle Beute vor deinem Hund sehen, bzw. an seiner Körpersprache lesen, dass er was entdeckt hat und es sich holen will. Zweitens, von seinem Vorhaben abbringen.
    Möglichkeit:Lege leckere “Köder” aus ( Hund bleibt solange in Wohnung),gut für dich zu sehen. Stelle einen Freund zur Bewachung der Köder ab…sonst kommen ev. andere Staubsauger. Latsche schlendernd und entspannt an den Ködern vorbei. Zuckt der kleine Fresssack auch nur , direkt und schnell vor ihn stellen(notfalls Körperlich bedrängen) mit Abbruchkommando (falls du das Wort Fein benutzt, ist ein No die bessere Wahl) und eine beherzte Dusche aus der Wasserflasche ins Gesicht.Keine Angst du schadest ihm nicht. Gleichzeitiges Training zu Hause : Leckerli in Hand,Hund wills nehmen: No und Hand zu. Wiederholen bis Hund nicht mehr reagiert,dann mit anderem Komando freigeben (Los zb) Und loben nicht vergessen. Ist anstrengend bes. bei Hunden mit enormer Saugkraft.Aber das Lesen der Körpersprache ist der Anfang um schnell genug reagieren zu können.
    LG, hoffe es hilft dir ein wenig.
    Jobst

    • Antworten Heidi 29. September 2016 um 15:22

      Hallo Jobst,
      danke für Deinen Kommentar und die Ratschläge. Ich muss allerdings ganz offen sagen, dass es genau diese Ratschläge sind, die einen so rappelig machen, weil man so gar nichts damit anfangen kann. Und ich frage mich ernsthaft, ob die Urheber dieser Ratschläge jemals einen Staubsaugerhund hatten. 1. Die Beute vor dem Hund zu sehen ist NICHT möglich. Manchmal ja. Aber meistens nicht. Wie soll das denn auch gehen? Selbst wenn ich nonstop auf den Boden stiere (was gar nicht möglich ist, weil ich ja auch mal auf den Verkehr achten muss o.ä.) dann fehlt mir immer noch die fantastische Nase meines Hundes, die unter einem Blatt und in einem Grasbüschel einen weggeworfenen Kinderkeks riecht. Kein Mensch kann immer alles Essbare auf dem Boden sehen, das ist vollkommen unmöglich. 2. Der Hund hat in den allermeisten Fällen KEINE besondere Körpersprache. Er saugt Dinge oft leidenschaftslos im Vorübergehen ein. Seine Nase ist meist am Boden, weil er gern schnüffelt und markiert. Das kann und will ich auch nicht verhindern. Ich kann es oft überhaupt nicht vorhersehen, ob und wann er etwas aufnimmt. Da passiert absolut nichts körpersprachliches. Und wenn es passiert, dauert es oft den Bruchteil einer Sekunde. Deshalb 3. Die Zeit ist viel zu kurz, um mich vor ihn zu stellen. Bis dahin hat er ein Leckerchen dreimal gefressen. Geschweige denn hätte ich so schnell eine Wasserflasche im Einsatz (Ins Gesicht würde ich ohnehin nie sprühen) Ich bin eine Zeitlang mit einer Wasserpistole im Anschlag spazieren gegangen, habe es aber aufgegeben, weil ich in der Regel viel zu langsam war. 4. Die Übung mit dem Leckerchen in der Hand ist überhaupt kein Problem für meinen Hund. Sie nimmt auch ihren Mittagssnack grundsätzlich nur auf Kommando und würde auch problemlos 10 Minuten vor gefülltem Napf sitzen bleiben, wenn ich nicht das ok zum Fressen gegeben habe. Für Draußen hilft uns das 0,0.
      Viele Grüße
      Heidi

  • Antworten Hanz Franz 29. Oktober 2016 um 20:12

    Hallo.Kann ihnen die Sendungen von”Ceasar Milan” empfehlen.Das ist einfache Hundepsychologie.Der Rütters versucht die Hunde zu trainieren und das geht in den allermeisten Fällen schief.Ich finde das Rütters mit diesem Training den Hunden mehr schadet als hilft.Jeden Sonntag vormittag kommt Ceasar Milan immer auf SIX ein paar Folgen.
    Mit dieser Methode hilft man den meisten Hunden schon in kürzester Zeit.Damit kann man in Deutschland anscheinend nich genug Kohle machen.

    • Antworten Hannah 28. September 2017 um 9:32

      Ohje..

      Rütter arbeitet zwar körpersprachlich aber sehr viel mit Drohgesten, Angst- und Schmerzreizen. Davon würde ich mal ganz schnell wieder wegkommen. Die Hunde sind nach der Bearbeitung durch ihn häufig traumatisiert, wenn sie es nicht schon vorher waren. Dadurch gewinnt man nichts.
      Ich kann aber Anita Balser und ihre Hunde-Team-Schule empfehlen. Dort wird auch körpersprachlich aber im Gegensatz zu oben fair und kollegial gearbeitet.

      • Antworten Heidi 28. September 2017 um 12:25

        Rütter und Schmerzreize? Traumatisierte Hunde? Das wäre mir aber neu! Du bist sicher, dass Du ihn nicht mit Cesar Millan verwechselst?

        • Antworten Hannah 28. September 2017 um 12:41

          Äh ja, natürlich! Milan… Eine Katastrophe, dass das immernoch empfohlen wird. Wobei ich Rütter auch eher unterhaltsam finde und teils fragwürdig á la “Spiel Ball mit dem Hund, bis er schielt”…

    • Antworten Detlef Fingerling 6. November 2018 um 9:54

      Ceasar Milan ist ein Tierquäler, kein Hundetrainer, der tritt dem Hund mit dem hacken in die Nieren, was für den Hund schmerzhaft ist, das wollen Sie doch wohl nicht ernsthaft jemandem empfehlen Herr Hinz Kunz! Wo haben Sie denn gesehen, das Hundetraining mit Martin Rütter meist schief geht und dem Hund schadet, das haben Sie wohl geträumt.
      Ich habe die ersten folgen mit Ceaser Milan gesehen, in denen er immer diesen Hacken Trick bei Hunden angewendet hat, das hat in Deutschland wahrscheinlich den wenigsten gefallen und man hat diese Szenen später einfach rausgeschnitten. angeschaut habe ich mir diesen Tierquäler trotzdem nicht mehr!

      Martin Rütter hingegen arbeitet mit einfacher Hundepsychologie und in den meisten Fällen hat es geholfen, ohne den Hund zu treten oder zu schlagen und ja er verdient Geld , und zu Recht, aber der Herr Milan auch. Oder glauben Sie, er macht das aus Spaß an der Freude? Und sicher dauert die Hundeerziehung seine Zeit, da ist immer Ausdauer angesagt, und wer einen Staubsauger Hund hat, wie das hier einige lustig Bezeichnen, der verpasse ihm einen Maulkorb und damit meine ich einen richtigen Maulkorb, und aus ist es mit Staubsaugen, anders geht das nun mal nicht. Mit Witzchen machen wird das nicht funktionieren, vor allem dann nicht, wen Hundehasser es machen wie bei uns im Rheinland und mit Rasierklingen gespickte Plätzchen in der Natur verteilen. Also Maulkorb um und Ruhe ist, wenn man seinen Hund unbedingt mit Leckerchen Mästen will, kann man das auch nach dem Spaziergang zu Hause machen.

  • Antworten Rita 7. Dezember 2016 um 0:04

    Hallo Heidi,
    Ich bin zufällig über diese Seite gestolpert. Ich hab genau so einen Staubsaugerhund und es ist einfach unmöglich vorausschauend spazieren zu gehen wie mir in der Hundeschule geraten wurde. Ich kann noch so viel schauen, der Hund schaut oder riecht viel schneller als ich. Hergeben funktioniert auch nicht, das ist so schnell weg und das Maul so fest zu, dass alles nichts nutzt. Ich habe mir jetzt das Buch Anti-Giftköder-Training von Sonja Meiburg gekauft und bin am Anfang der Umsetzung. Das Buch klingt auf jeden Fall sehr schlüssig und ist gut aufgebaut. Demzufolge sollte es möglich sein, seinen Hund das schnelle Auffressen von allem Erdenklichen abzugewöhnen. Ich kann noch keine abschließende Beurteilung abgeben, aber bis jetzt find ich es toll.
    Dein Eintrag ist schon eine Weile her, aber falls es noch notwendig ist, dann würde ich dieses Buch empfehlen.

    • Antworten Heidi 10. Dezember 2016 um 20:20

      Hallo zurück,
      lustig, genau dieses Buch hab ich mir vor ein paar Wochen auch gekauft. Wir haben noch nicht mit dem Training angefangen, ich will es erst mal ganz durchlesen und dann die Schritte durchgehen. Ich bin gespannt wie es wird. Würde mich auch interessieren, wie es bei euch gelaufen ist! Viele Grüße und danke für den Tip!

  • Antworten Emerita 24. Juni 2017 um 10:56

    Hallo Heidi
    Bin soeben auf deinen Blog gestossen, und ich lese genau meinen Hund in deiner Geschichte. Lasse ich zu Hause etwas fallen, so genügt ein kleines “sie loo” (lass es). Unterwgs habe ich keine Chance, es sei denn das Teil ist so gross dass es nicht en Bloc verschlungen werden kann, dann bringt sie es sogar her.

    Mich würden die Erfahrungen aus obigem Buch auch interessieren.

  • Antworten Gwen 15. Juni 2018 um 6:40

    Auch wenn es schon ein wenig her ist, aber ich kenne das Problem.
    Unser Hund hat am Anfang nur geschnuppert. Hatte auch keine Chance war draußen immer an der sehr kurzen Leine, deinen gab’s kopfarbeit und Spiel für den Anfang. Dann haben wir gesagt wir gehen in die Hunde Schule da war er dann 3,5 Monate ungefähr. Wir lernten dort. Namen rufen und ein Leckerli auf denn Boden zum suchen und damit finge es dann an. Hab ich natürlich fleißig geübt. Mit seinem normalen damals noch Trockenfutter sollten wir das dann immer machen drinnen und draußen, da er dies aber verweigerte und ich kein frischfleiach durch die Gegend werfen wollte habe ich dann Leckerli genommen. Ja und dann fing er nach essbaren an zu suchen. Was man nicht alles findet, da gebe ich dir recht. Ich habe dann damit aufgehört. Es gibt nur noch Leckerli aus der Hand und beim Kopftraining, also Kommandos lernen. In der Wohnung , machen wir das natürlich noch mit dem Boden ist ja anderes Gebiet. Hat sich auch etwas gebessert. Der Unterschied zu uns beiden ist aber noch das meiner wenn an der Leine ist nicht ständig stehen bleiben darf und schnüffelt. Es gibt Potenziale Orte wo mehr essen rumliegt da schon gar nicht. Wenn er ohne Leine ist darf er das natürlich aber auch nur ohne in die Büche zu gehen. Ist er doch rein und ist was kommt er gleich an die Leine und der Spass ist für ihn vorbei. So haben wir es langsam in den Griff bekommen. Und glaub mir ich kenne das mit dem immer hungrigen Hund draußen. Ich denke aber das wird sich mit der Zeit auch noch mehr bessern wenn sie älter werden. Jetzt ist noch alles neu.
    Übrigens sind bzw. waren wir an einer Rütter Hundeschule 😉
    Ich wünsche dir noch viel Spass mit deinem Panini und das sollte auch keine Empfehlung sein nur ein Erfahrungsbericht:)

    • Antworten Heidi 15. Juni 2018 um 9:51

      Hallo Gwen,
      danke für deinen langen Kommentar! Bei uns würde das leider nicht funktionieren, Panini muss schnüffeln können, sonst ist sie unglücklich. Sie markiert auch viel, will immer wissen, wer schon vor ihr da war. Dieses “Hobby” will ich ihr nicht nehmen. Sie immer weiter zu ziehen, würde uns beide sehr stressen. Dazu kommt noch, dass sie auch im Gehen (!) Sachen aufnehmen kann. 🙂
      Viele Grüße!

  • Antworten Anne 16. Juni 2018 um 13:36

    Genauso ist Lotte auch. Ich war zuerst so frustriert, dass Lotte immer flotter gesucht hat und alles draussen gefressen hat. Ich habe noch immer selbst unter Druck gesetzt alles vor ihr zu finden. Ich meine, gerade ein Welpe darf nicht alles fressen, da muss ich drauf achten aber es wurde immer schlimmer. Irgendwann war ich so gefrustet, dass ich nach den gassi runden kurz vorm heulen war. Naja, jetzt versuche ich das alles etwas entspannter zu sehen. Lotte lebt noch ihr geht es gut, sie kriegt am Wochenende Blättermagen, das lässt sie zumindest etwas den Unrat vergessen. Manche Sachen spuckt sie auf Nein wieder aus , andere nicht. Ich hoffe es verwächst sich aber ich habe ein bisschen meinen Frieden damit gemacht. Wenn ich etwas sehe, darf sie nicht ran, das nutze ich auch zum Training aber alles sehe ich nicht. Hat Dir das Buch geholfen? Ich hoffe das verhalten wächst sich noch aus aber ich habe meinen Frieden geschlossen. Wenn lotte Unrat gefuttert hat wird dann das maul sauber gemacht, es gibt eine möhre und fertig.

  • Antworten Steffi 20. Juni 2018 um 12:18

    Hallo Heidi,

    ich habe deinen Beitrag gerade erst entdeckt und mag deine Art zu schreiben sehr. Wir haben auch so einen kleinen Staubsauger, gerade eben erst hat sie mir beigebracht, dass ich die Würstchen eindeutig nicht gut genug weggepackt habe. Draußen schnüffelt sie auch unheimlich viel und egal ob getrockneter Frosch oder alte Brötchen- alles ist köstlich. Zu Hause funktioniert es auch, dass sie an den Futternapf geht, wenn sie das ok hat. Aber wehe, sie fühlt sich unbeobachtet. Ich habe auch noch keine Lösung gefunden, werde mir aber mal das o.g. Buch ansehen, hast du gute Erfahrungen damit gemacht?
    Liebe Grüße
    Steffi

  • Antworten Doris 20. Juni 2018 um 18:05

    Hallo Heidi mit großem Schmunzeln las ich diesen Bericht. Ich kenne das nur zu gut – wir hatten zwei Staubsauger…ehm..Hunde. Wir haben es nie geschafft, die Hunde vom „Aufnehmen“ abzuhalten. Wie du schreibst, sind die Kaltschnauzen unheimlich schnell im Inhalieren. Und im Auffinden. „Achten auf Körpersprache“ – ein Ding er Unmöglichkeit. Bis ich registriert hatte, dass das Schnüffeln in gezieltes Suchen überging, war das Corpus delicti schon weg…Branco fraß alles, was da rum lag. Z.B. halbgegessenen Döner in Alu verpackt. Musste ihm dann Sauerkraut zum Fressen geben, damit sich das Alu zersetzt bzw „eingepackt“ wird und auf natürlichem Weise wieder zum Vorschein kommt. Oder auch mal ein weggeworfenes Vesper samt Tüte…leider war die mit so nem Metallbinder verschlossen und ein Besuch in der Tierklinik war vonnöten. Alta fand alles und lebte im Herbst sehr gesund – beim Gassi im Feld vesperte sie 4-6 Äpfel/Birnen. Einmal mussten wir wegen Vergiftungserscheinungen in die Tierklinik. Sie hatte ein verfaulte Walnuss erwischt, die hochtoxisch sind. Aber auch Frösche, Igel (da hatten wir dann Spaß mit ner Flohinvasion..), Mäuse etc ließ sie nicht liegen…Das sind nur ein paar Beispiele!!
    Ich bin der Überzeugung, dass man einem Hund, den man als Baby bekommt, es beibringen kann nichts aufzunehmen – aber niemals einem älteren bzw erwachsenen Hund. Diese haben zu viel Erfahrung, wie und wo man am Besten inhaliert…und wenn diese Fellnasen sogar ne zeitlang auf sich selbst gestellt waren, erst recht nicht. Also mach dir keine Sorgen, du bist nicht alleine mit den süßem Staubsauger und seinen Fähigkeiten. Ansonsten kann man den Hunden noch viel beibringen, egal, wie alt sie sind. Und dass sie draußen „funktionieren“ und „niemanden auffressen“ ist doch am wichtigsten. Mit Alta hatten wir auch zweimHunde: einen für draußen und einen für drinnen! Alles Gute und noch viele Jahre voll Freude mit deiner (deinem) Panini..LG Doris

  • Antworten Caro 21. Juni 2018 um 16:14

    Liebe Heidi,
    Ich habe grade deinen sehr unterhaltsamen Artikel gelesen. Wenn ich das richtig verstanden hab ist dein Hund ein ehemaliger Straßenhund? Es ist sehr wahrscheinlich das du es unter Umständen nie ganz weg bekommst, dass sie mal was frisst, aber mit einem guten Hundetrainer/ Anti Giftköder Kurs , kann man es bestimmt eindämmen. Zu den Tauschgeschäften, meist funktioniert es nicht weil der Tauschgegenstand ( ob Futter oder Spielzeug) in der Wertigkeit zu niederig ist. Probier doch mal Salamistückchen aus 😉
    Kot zu fressen bekommt man Erfahrungsgemäß leider nur ganz schwer in den Griff, besonders bei Hunden die sich in der Prägephase selbst versorgen mussten. Im Kot, sind, für den Hund wichtige Mineralstoffe, die im Futter z.T. Nicht oder zu wenig vorhanden sind. Das wälzen in Unrat dient dem Schutz vor Ungeziefer und ist wie Kot fressen ein ganz natürlicher Reflex. Es ist nicht schön für uns Menschen, aber wenn dein Hund keine gesundheitlichen Probleme nach dem Lot fressen hat, Versuch es nicht allzu eng zu sehen. Und ganz wichtig, wenn der Hund was richtig macht in Trainingssituationen ; Party machen ! Stell dir vor er hat grade die Auszeichnung für bester Hund des Jahres erhalten und Feier ihn 😉 Ich mach mich manchmal bei schwierigen Hunden so zum Lappen, aber es klappt 😂
    Viel Erfolg beim weiter Üben & liebe Grüße

    Caro

  • Antworten Frauke Pixberg 30. Juni 2018 um 17:51

    Hallo Heidi,
    Wir hatten auch so einen Staubsauger. Die große Problematik, neben der einfachen Tatsache, dass es unappetitlich ist, ist das der Hund etwas aufnimmt, das gesundheitlichen Schaden hinterlässt. So bei unserem Rüden geschehen, der sich auf diese Weise mit Parvovirose abgesteckt hat. Da hat irgendwann nur noch der Maulkorb geholfen. Ist für das Tier nicht die schönste Variante und grade im Sommer muss man vorsichtig sein, dass das Tier nicht überhitzt, aber nach einigen Wochen Maulkorb hatte der Drang draußen etwas aufzunehmen stark nachgelassen.
    Neben aller Beschäftigungstherapie muss ein Tier auch einfach mal schnüffeln und stromern können, auch das beschäftigt, und dann hilft manchmal einfach nur noch der Maulkorb.

    Liebe Grüße
    Frauke

  • Antworten C 25. September 2018 um 8:38

    Liebe Heidi, ich kann Dein Ungemach verstehen. Hilflosigkeit und Stress, wenn man weiß, dass der Spaziergang gleich wieder einem Spießrutenlauf gleichen wird und alles was man tut erfolglos ist.
    Mein Hund ist (momentan) noch nicht so ein Alles-interessant-finder, da er oft noch zu ängstlich ist um solche Sachen zu bemerken und toll zu finden, ich habe dieses spezielle Problem also (noch) nicht.
    Allerdings gehen wir in die Hundeschule und meine Hundeschule des Vertrauens bietet einen “friss nicht alles, was du findest”-Kurs an für genau solche Fälle. Nicht, dass ich Dir jetzt hier eine Hundeschule ans Herz legen will, das ist ja eine individuelle Entscheidung.
    Die Strategie, die in diesem Kurs trainiert wird ist die, dass der Hund wenn er etwas Fressbares gefunden hat, es nicht gleich herunter schlingt sondern ein Anzeigeverhalten ausführt, damit der Halter dann belohnen, erlauben oder sonst was machen kann.
    Vielleicht wäre das eine Idee für Dich? Manche Rassen haben von sich aus auch einen Hang zum Anzeigeverhalten, den man hier wunderbar verstärken kann.
    Liebe Grüße aus Berlin!

    • Antworten Heidi 25. September 2018 um 8:59

      Hallo,
      ja, diese Strategie kenne ich auch. Wir waren dafür in einem Anti-Giftköder-Kurs, haben den aber abgebrochen, da die Hundelehrerin sich fieser Methoden bediente, die ich nicht mittragen wollte. Danach fanden wir eine gute Hundeschule und es wurde auch etwas besser, wir mussten da aber pausieren, weil es Panini im Sommer nicht gut ging. Es ist nicht einfach … Aber wir bleiben dran!
      Liebe Grüße!

  • Antworten Anna 6. Oktober 2018 um 9:38

    Liebe Heidi, herrlich witzig geschrieben über ein ernstes Problem. Ich habe auch so einen Staubsauger aus dem Tierschutz für den mit jedem Spaziergang das All-You-Can-Eat-Buffet eröffnet war. Alle Methoden die du versucht hast, hab ich auch versucht. Knieend im Dreck dem Hund ein Leckerli anbieten, damit er den Mist rausrückt… alles ergebnislos. Ich war am verzweifeln. Und ja wir haben auch gespielt, Such-&Intelligenzspiele gemacht und in der Wohnung „Aus“ und „Lass es „ geübt . Draußen war dann der Schalter im Dickschädel wieder umgelegt. In 2 Wochen sind im Umkreis von 20 km 2 Hunde durch Giftköder gestorben und ich hatte aus dem Maul schon Glasscherben, tote Mäuse und Vögel gefischt. Die Leiterin der Hundeschule hat in unserem Fall geraten, 2 Wochen lang jedes Mal, wenn der Hund draußen frisst, ihn mit der Spritze mit Wasser voll zu spritzen mit einen lauten „Nein“. Das hat mit unserem dickköpfigen Staubsauger funktibionkert. Er frisst was, bekommt dann das Kommando „Aus“ oder „ Lass es“, wenn er das ignoriert und genüsslich weiter mampft, kommt sofort Wasser mit „Nein“. Das tut ihm nicht weh, erschreckt ihn aber und holt ihn sofort aus seinem Fress-Tunnel. Bei uns hat das sehr schnell sehr gut geklappt und unser Hund hat uns das auch nicht übel genommen. Die Spritze brauchen wir nicht mehr, es reicht jetzt „lass es“. Gassigehen macht wieder Spaß und wir können wieder draußen frei toben und Suchspiele machen. Diese Methode ist aber sicherlich nicht für jeden Hund geeignet. In unserer Hundeschule sind wir seitdem unser Hund mit 4 Monaten bei uns eingezogen ist, die Leiter (Hundetrainer ist so ein doofes Wort, weil der Hund wird nicht trainiert, sondern wir lernen richtig zu kommunizieren), kennen unseren aufgedrehten Rabauken schon sehr gut. Uns wurde die Methode auch vorher an unserem Hund gezeigt. Unser Rabauke wusste also schon, dass wenn er wieder „Lass es“ ignoriert, er beim nächsten Mal nicht mit seinem Dickschädel durchkommt. Ohne diese Hundeschule hätten wir es nicht geschafft und es gibt noch jede Menge was wir mit unserem Rabauken lernen müssen. Ganz liebe Grüße und alles Gute mit Panini, Anna& Oskar 🐶

  • Antworten Sandra 19. November 2018 um 9:46

    Hallo Heidi,
    Du schreibst, dass du deinem Hund nicht das schnüffeln und viele markieren nehmen willst, weil Panini sonst unglücklich sei. Und kein hobby mehr hätte. Genau das dachte ich auch lange. Ich fange an umzudenken, seit ich das Buch “Das Alpha-Projekt” lese. Ein Hund ist nun mal kein Mensch. Indem wir ihm Emotionen aus unserer Gedankenwelt zuschreiben, vermenschlichen wir ihn. Wir können nicht wissen, was er tatsächlich fühlt.
    Das Buch erklärt einem sehr anschaulich, wie Hunde “funktionieren”. Mein Hund zB spielt nur noch sehr wenig, seit sie ca 6 Monate alt ist. Parallel dazu hat sie angefangen, manche hunde aus mir unerklärlichen gründen blöd zu finden und rumzuzicken. An der leine. Aber eben nur ca 20%. Mit den meisten haben wir kein problem. Ich weiss halt nur nie, ob der hund vor uns zu den 20%gehört oder nicht. Und das ist extrem unbefriedigend, weil ich dadurch meinem hund nichf mehr richtig vertraue. Warum das alles so gekommen ist? Ich dachte immer, es hängt mit den Hormonen zusammen und dass sie gross und erwachsen wird.
    Aber sinnvollere Antworten habe ich in obigem Buch gefunden. Ich habe meinem Hund die Kontrolle im Revier überlassen. Sie markiert, schnüffelt und kontrolliert permanent alles. Hunde, die sie als Konkurrenz empfindet, werden von der Leine aus attackiert (freilaufend können sie das anscheinend anders regeln). Dadurch, dass sich in einem hunderevier – und wir sprechen von mehreren km2 – unzählige Hunde aufhalten, ist das der pure Stress für die Hunde, die ganzen fremden duftmarken zu verarbeiten und handlungsstrategien daraus abzuleiten. Von “Hobby” kann da keine Rede sein. Ich habe gelernt, nur ein entspannter Hund kann spielen. Mein Hund ist nicht entspannt, leider. Viel zu viel Verantwortung lastet auf ihr. Ich fange langsam an, ihr die Verantwortung wieder abzunehmen. Zu hause ist das einfacher, als draußen. Aber es funktioniert, und zwar recht schnell.
    Für mich klingt es so, dass auch du deinem Hund das aussenRevier vollkommen überlässt. Er hat die Kontrolle, was er tut, nicht du. Weil das sein “Hobby” ist, und du ihm diese freiheit aktiv überlässt. Aber Hunde, die Verantwortung/Kontrolle haben, treffen eigene Entscheidungen, in deinem Fall fressen. Vielleicht überdenkst du noch einmal, wieviel Kontrolle du deinem Hund zugestehen möchtest. Ich vermute sehr stark, dass dein Hund erst mit dem staubsaugen aufhören wird, wenn er verstanden hat, dass er das in “deinem ” Revier nicht zu tun hat. Solange es sein Revier ist, wird er es kontrollieren, egal wie du probierst, ihn davon abzuhalten.
    Solange wir nicht verstehen, warum ein Hund handelt,wie er es tut, können wir auch nicht adäquat reagieren. Ein Hund macht immer das, was wir ihm erlauben. Wenn er verhalten zeigt, das wir nicht möchten, dann müssen wir uns hinterfragen, was wir an uns ändern müssen, damit der Hund anderes verhalten zeigen kann.
    Viele grüße, Sandra

    • Antworten Anja 27. Januar 2019 um 15:51

      Hallo Sandra, das haben Sie sehr gut und für mich verständlich erklärt. Mir geht- glaube ich- gerade ein Licht auf , denn auch unser Rüde ist sehr sozialverträglich und nur bei einem Bruchteil der Artgenossen geht er plötzlich in die Leine. Oft aus mir unverständlichen Gründen. Das ist zwar kein „Staubsaugen-Problem“, aber auch ein negatives Verhalten, das ich gerne abstellen würde. Vielleicht habe ich ihm an der Schleppleine auch Zuviel Freiheiten gelassen. Das vorgeschlagene Buch werde ich mir mal anschauen. Danke für den Post. Liebe Grüße. Anja.

  • Antworten Juli 25. Januar 2019 um 14:30

    Hallo liebe Heidi,
    ich wollte dir hier nur mal eben ein Kompliment da lassen. Deine Seite ist super und schreibst so schön pfiffig und ironisch… da kann man nur schmunzeln 😉
    Und ja: Her Rütters ist auch nicht der Allheilbringer!

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