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Goldimplantation – die ersten 14 Tage.

30. Mai 2016

Nun ist es zwei Wochen her, dass Panini in Schweinfurt mit einer Goldimplantation behandelt wurde. Der Zeitraum ist kaum der Rede Wert, wenn man bedenkt, dass frühestens nach drei bis vier Wochen, häufig aber erst nach drei bis vier Monaten erste Effekte zu erwarten sind. Aber ich kann uns nun mal nicht in die Zukunft beamen, so gern ich das würde. Deshalb berichte ich stattdessen voller Ungeduld, wie es uns heute geht und wie Panini die Behandlung weggesteckt hat. Für alle, die eine ähnliche Sache planen, ist das vielleicht interessant. Bei den Berichten, die man im Netz zu dem Thema findet, werden die ersten Wochen gern übersprungen, erst die glorreichen Erfolge sind wieder berichtenswert. Wir machen da mal eine Ausnahme.

Die wohldosierte Leichtnarkose hat Panini sehr gut überstanden, sie schlief bereits in der ersten Nacht ruhig und gut. Das kennen wir von anderen Narkosen nicht. Gleichwohl war sie natürlich sehr müde und wirkte erschöpft. In den ersten Tagen schien sie auch Schmerzen zu haben, sie beknibbelte und beleckte ihre Gliedmaßen und Gelenke häufig. Da sitzt man dann einfach daneben und kann nichts tun. Schmerzmittel bekam sie ja bereits. Ich hatte das Gefühl, dass das nicht richtig wirkt, aber meine Erwartungen sind da wohl zu groß. Onsior, so klärt mich die Ärztin auf, muss 14 Tage durchgängig gegeben werden, um einen gewissen Wirkstoffpegel aufbauen zu können. In den ersten Tagen wirkt es infolgedessen nicht vollständig.

Entsprechend gruselig war das Gangbild. Panini schleppte sich vorwärts, immer wieder humpelnd, besonders auf den ersten Metern des Spaziergangs. Die Anlaufprobleme sind bis heute geblieben, allerdings gibt es doch inzwischen immer wieder bessere Spaziergänge, in denen sie munter und aufmerksam wirkt. Dann versuche ich, 30 Minuten mit ihr zu gehen. Zwar will ich sie schonen, aber weiteren Muskelabbau vermeiden, so gut es geht.

Eine deutliche Besserung im Gangbild werden erst die Orthesen bringen, sagt die Ärztin. Sie können uns beim Muskelaufbau helfen. Auf der Suche nach einem guten Orthesenmacher für Hunde musste ich einen herben Dämpfer hinnehmen. Die Knie-Orthesen beim scheinbar renommiertesten Orthesenmacher in Deutschland sind unerschwinglich. Zwei dieser Kunstwerke kosten etwa so viel wie die komplette TPLO. Es muss einiges passieren, dass meine finanzielle Schmerzgrenze in Bezug auf die Gesundheit meines Hundes erreicht ist, aber hier ist es soweit. Es muss auch andere gute Hersteller geben, bei denen sich der sichere Weg zur Wohnung unter der Brücke abwenden lässt. Einen solchen finde ich in der Nähe von Marburg und beschließe, Paninis Orthesen dort machen zu lassen. Leider geht so etwas nicht von heute auf morgen und so wird Panini noch eine Weile krabbeln müssen. Immerhin haben wir noch eine Woche bis zu dem Zeitpunkt, ab dem eine Besserung durch die Goldimplantation zumindest theoretisch möglich ist. Ich denke jetzt von Tag zu Tag.

Heute, zwei Wochen nach unserem Termin zur Goldimplantation, knibbelt Panini kaum noch an den Gelenken und wirkt insgesamt recht entspannt. Manchmal hat sie Lust, Treppen zu laufen, das hat sie zuvor so gut wie nie getan. Eine einzige, tatsächlich sichtbare und unzweifelhafte Besserung gibt es tatsächlich jetzt schon: Panini schüttelt sich so herzhaft, so locker und vollständig wie noch nie. Der ganze Hund vibriert bis in die Schwanzspitze. Davor kannte ich immer nur ein eher verhaltenes Schütteln, was irgendwo im Rücken verebbte und kaum den Schwanz erreichte. Die Rute ist beweglicher und häufiger im Einsatz als früher. An diesen Kleinigkeiten halte ich mich nun fest. Bis es in ein paar Wochen vielleicht wirklich etwas Signifikantes zu berichten gibt. Drückt uns weiter die Daumen!

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5 Kommentare

  • Antworten Victoria und Timmy 30. Mai 2016 um 17:39

    Wirklich interessant zu lesen. Freue mich auf weitere Berichte zu diesem Thema. Ich hoffe, ihr bemerkt bald eine noch deutlichere Verbesserung. Ich bin gespannt, wie es bei Timmy sein wird wenn er im Spätsommer Gold gesetzt bekommt.

    Liebe Grüße Victoria und Timmy

    • Antworten Heidi 30. Mai 2016 um 18:09

      Dankeschön! Wisst ihr schon, wo ihr hingeht? Goldakupunktur oder Goldimplantation?

  • Antworten Blumenmond 30. Mai 2016 um 19:24

    Und wie ich weiterhin die Daumen drücke. Wenn es jemand verdient hat, dass es sich bessert, dann Ihr Beiden! Ihr habt nun echt genug gelitten. Ich lerne hier viel, was es alles so gibt – würde aber in dem Falle auch gerne darauf verzichten.

  • Antworten Regina 30. Mai 2016 um 21:06

    Oh, das mit dem Schütteln, das ist ein wirklich gutes Zeichen! Darüber freue ich mich sehr! Weiter so, Panini!
    Ich finde Deinen Bericht super, Heidi, das spornt andere vielleicht an. Und Ehrlichkeit kann da nichts schaden. Wir drücken weiter Daumen und Pfoten!

  • Antworten Christiane 30. Mai 2016 um 21:19

    Go, Panini! <3

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