Draußen

Die Hundeschulen-Nazis

14. Januar 2017

Vor ein paar Jahren erfand Liedermacher Reinhard Mey den verwegenen Begriff der Rasenmäher-Nazis. Er brachte damit seinen Unmut gegenüber entfesselten Rasenmäher-Freunden zum Ausdruck oder besser gegen deren übersteigerten Drang nach deutscher Ordnung und Sauberkeit, der Grashalme nur streng gestutzt und in Reih und Glied ertragen kann. Nun bestreitet kein Mensch – auch nicht Reinhard Mey – dass es sich bei Rasenmähern um eine überaus nützliche und sinnvolle Erfindung handelt. Aber darum dreht es sich nicht. Der Rasenmäher war hier als Symbol für eine dahinterstehende Haltung gemeint. So geht es mir mit Hundeschulen-Nazis.

Die machen das total falsch.

Für die einen sind Hundeschulen Orte, an denen man gemeinsam mit dem Hund etwas unternehmen kann. An denen man den Hund besser verstehen und Alltagshürden meistern lernt. Im besten Fall. Die Wahrheit ist aber auch, dass es häufig eine Institution ist, in der viel Geld für wenig Effekt ausgegeben wird. Aber das nur am Rande.

Für eine bestimmte Gruppe Menschen ist eine Hundeschule aber scheinbar der Ort, an dem man endlich aufatmen kann. Weil man sieht, was andere falsch machen. Wodurch der eigene Umgang mit dem Hund in viel glanzvollerem Licht erscheint. Außerdem scheint es der Ort zu sein, an dem man Munition erhält, um andere damit zu beschießen. Begriffe wie Auslastung oder Dominanz, wie Führung und Bindung, wie Unterwürfigkeit und Kooperation – hier bekommt man Material, um selbst zum Hundeexperten zu werden und fortan anderen ungefragt aufs Auge zu drücken, was sie falsch machen.

Hundeschulen-Nazis in Aktion.

Kürzlich ging ich mit meinem Hund am Stadtrand in einem weitläufigen Gebiet spazieren. Felder und Wiesen ermöglichen es hier, den Hund frei laufen zu lassen, was die meisten Hundehalter auch tun. Es ist hier selbst am Wochenende nicht übermäßig viel los, Spaziergänger sind freilaufende Hunde gewohnt. Bei den Hunden, die hier an der Leine sind, handelt es sich meist um passionierte Jäger, die schwer abrufbar sind, wie ich aus vielen Gesprächen erfahren habe.

Während unseres Spaziergangs tauchte vor uns eine Hundegruppe auf. Es waren etwa acht Hunde mit den dazugehörigen Besitzern. Alle liefen frei, mit Ausnahme von zwei Hunden. Üblicherweise leine ich meinen Hund an, wenn wir anderen an der Leine begegnen. Doch was war hier zu tun? Die anderen Hunde rannten und tobten frei über die Wiese und ich wollte Panini nicht in die Situation bringen, dass mehrere, teils große Hunde auf sie zu rennen und sie umringen, während sie selbst an der Leine ist. Sie fühlt sich dann sehr unbehaglich und will weg und es ist für sie angenehmer, dann frei zu sein.

Während ich noch nachdachte, lief einer der Hunde ein Stück zurück, weil er Panini entdeckt hatte und schnupperte an ihr. Der Hund war sehr freundlich, aber Panini wollte lieber weiter gehen. Der Hund blieb an ihr dran und sie versuchte sich durch ein paar schnelle Schritte zu befreien. Erst als der Hund gerufen wurde, konnte sie aufatmen. Da beschloss ich, dass es nicht an mir sein kann, Panini anzuleinen, während andere freilaufende Hunde mit ihr Kontakt aufnehmen wollen.

Panini ist ein unaufdringlicher Hund, der an Mäusen und Menschen deutlich interessierter ist als an Artgenossen. Wenn sie durch eine Hundgruppe läuft, will sie in der Regel einfach nur möglichst in Ruhe gelassen werden und belästigt niemanden. Sie hat eine deeskalierende Art und seit sie gesund ist und sich sicherer fühlt, wurde sie auch nicht mehr von anderen Hunden angegangen.

Da wir ein schnelleres Tempo hatten als die Hundegruppe vor uns, schlossen wir bald auf. Panini lief vor. Einer der Hundehalter entdeckte sie und rief nervös und genervt „Wo kommt der denn jetzt plötzlich her?“ Da war ich schon ein bisschen verblüfft, schließlich musste eine der Hundehalterinnen aus der Gruppe ihren Hund noch eben von meinem wegrufen, so ganz aus dem Nichts sind wir also nicht aufgetaucht. Auch wäre mir nicht bewusst, dass dieser Weg nur für ganz bestimmte Hunde reserviert ist. Panini ging unbeeindruckt an dem ersten angeleinten Hund vorbei ohne ihn auch nur anzusehen, als seine Besitzerin nervös und hektisch an der Leine riss, um den Hund zur Seite zu ziehen. Dabei ließ sie ihre Zunge schnalzen, um mit einem deutlichen „Ts!!“ ihren Tadel gegenüber unserer Existenz auszudrücken. Der angeleinte Hund hatte keinerlei Anspannung oder Aggression gegenüber Panini gezeigt.

Als sich nun eine Joggerin auf dem Weg näherte, rief der erste Hundehalter, der anscheinend so etwas wie der Wortführer war, alle dazu auf, sich in Reih und Glied im Feld aufzustellen, um den Weg zu räumen. Hektisch zogen alle die Hunde zu sich und stopften Leckerchen in sie, um sie von der Joggerin abzulenken und im „Sitz“ oder „Platz“ zu halten. Für uns war das alles ideal. Der Weg war frei, Panini konnte problemlos und unbehelligt auf der rechten Seite des Weges weitergehen, während die Joggerin auf ihrer rechten Seite an ihr vorbeilief. So wie wir jeden Tag unzählige Spaziergänger und Jogger passieren. Und genau so wäre es auch gekommen, hätte nicht einer der aufgereihten Hunde, ein vorwitziger Zwergdackel, ganz andere Pläne gehabt. Trotz allgemeinem „Brav, fein, bleib …“ legte der Dackel einen spontanen Blitzstart ein und rannte von der Seite direkt in meinen Hund. Panini machte einen erschrockenen Satz, um dem Dackel auszuweichen und beide Hunde landeten vor den Füßen der Joggerin. Die hatte angesichts der vielen Hunde längst das Tempo gedrosselt, bremste kurz ab und lief ohne Probleme, Stolpern, Straucheln oder Schimpfen weiter. Der Dackelbesitzer redete hektisch auf das Tier ein, ich entschuldigte mich bei der Joggerin und wir gingen einfach weiter. Der Wortführer versuchte, die Hunde erneut in Reih und Glied zu bringen, durch den Dackel war zuvor ein ziemliches Durcheinander entstanden.

Das macht MAN nicht!

Damit hätte die Geschichte eigentlich ein Ende haben können, wäre nicht ein Hundeschulen-Nazi der Wortführer der Gruppe gewesen. Er glaubte, mir eine Maßregelung mit auf den Weg geben zu müssen. „Sie könnten sich hier ruhig auch mal an die Regeln halten!“ rief er mir nach. „Wenn ein Spaziergänger oder Jogger entgegenkommt, dann geht MAN vom Weg runter und dann leint MAN den Hund an!“ Ich versuchte, meinen schlagartig gestiegenen Blutdruck zu kontrollieren und mich auf gar keinen Fall auf eine Diskussion einzulassen. Aber ein „Ich muss mich hier von Ihnen nicht maßregeln lassen!“ rief ich dann doch noch zurück. „Anscheinend doch“, rief der Hundeschulen-Nazi, „sonst hätten Sie ja gewusst, was sich gehört“.

Ich denke nicht, dass ich hier weiter darauf eingehen muss, wer hier was „falsch“ gemacht hat. Ein kleiner Dackel hat das gemacht, was kleine Dackel halt so machen. Unfug. Dafür ist es halt ein Tier und kein Roboter. Der sicherste Weg, bei ungestümen Hunden so etwas zu vermeiden, ist, den Hund kurz festzuhalten anstatt ehrgeizige Übungen an ihm zu testen. Aber dann kann man natürlich nicht über Bindung, Führung und Kooperation schwadronieren. Und Regeln und Maßregeln.

Ich jogge seit vielen Jahren. Freilaufende Hunde sind wie Kleinkinder auf Laufrädern ziemlich unberechenbar und ändern schon mal abrupt die Richtung. Darauf bin ich eingestellt und nehme das Tempo raus. Umgekehrt halte ich meinen Hund fest, wenn jemand High Speed auf uns zu läuft oder mit dem Fahrrad auf uns zu fährt. Wenn kleine Kinder entgegen kommen. Aber nicht bei jedem Spaziergänger oder Jogger. Davon begegnen uns einfach viel zu viele. Und Panini ist sehr easy mit allen.

Und was ich vor allem nicht mache: Anderen Hundehaltern zu sagen, was MAN macht. Mich sprechen Hundehalter an, die mich zur Rede stellen, warum der Hund einen Mantel trägt. Wiederum andere sprechen mich an, weil sie es unverantwortlich finden, wenn der Hund KEINEN Mantel trägt. Und das ist nur der Wahnsinn im richtigen Leben. Im Netz ist es noch viel irrwitziger. Die Verhaltensdiagnosen aus der Ferne in Foren und Facebook-Gruppen, was MAN am besten mit dem Hund tun sollte, sind nicht nur absurd. Sie sind auch oft mit einem Ton der Absolutheit, mit einem tadelnden, belehrenden und maßregelndem Ton geschrieben, der wirklich verblüfft. Zumal immer nur selbsternannte Experten sprechen.

Das Belehren ist leider eine urdeutsche Eigenschaft, in dieser Form kenne ich das von Angehörigen anderer Nationen nicht. Mit leben und leben lassen haben es viele Menschen hier so gar nicht. Das ist mehr als unangenehm. Warum Menschen, die einen Hund haben, glauben, sie dürften sich ungefragt über andere Menschen und ihr Verhältnis zu ihren Hunden äußern und sie belehren, erschließt sich mir nicht. Ich spreche auch nicht fremde Menschen an und sage ihnen, dass sie nicht warm genug angezogen sind. Ich gehe nicht in ein Schnellrestaurant und sage fremden Menschen, dass sie sich ungesund ernähren. Ich ranze fremde Menschen nicht an, weil ihr Kinderwagen bei Stiftung Warentest nur mangelhaft bekommen hat. Das geht mich einfach nichts an. Und wie ich meinen Hund ernähre, kleide oder erziehe, geht ebenfalls niemanden etwas an.

Da ich keine Kinder habe und recht autonom lebe, muss ich die plötzliche Dosis Belehrung, die ich erfahre, seit ich einen Hund habe, erst einmal verdauen. Hunde, so sagt man, bringen die besten Eigenschaften in Menschen hervor. Leider scheinbar manchmal auch die schlechtesten.

Diese und viele weitere Panini-Geschichten gibt es jetzt auch im E-Book “Ein Hund namens Brötchen”

 

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Titelbild: © K.-P. Adler – fotolia.de

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13 Kommentare

  • Antworten Blumenmond 15. Januar 2017 um 8:02

    Liebe Heidi,
    das ist wirklich interessant zu lesen. Ein guter Freund von mir hat vor wenigen Monaten einen Welpen bekommen. Er nimmt das Thema Hundeerziehung sehr ernst und (was ich gut verstehen kann) erzieht ohne Leckerlies. In allem ist er sehr konsequent, der Hund frisst nur auf Befehl, was den entscheidenden Vorteil hat, dass er draußen nicht alles aufliest, was es gibt. Der Hund macht einen total zufriedenen und glücklichen Eindruck und mein Freund bekommt ungefragt ständig erklärt, dass er zu streng ist – dabei ist das Verhalten des Hundes für alle leicht und er kann ihn überall mit hinnehmen – total praktisch. Mit meiner Lebensphilosophie “Leben und leben lassen” passt das einfach nicht überein. So auch das, was Du erfährst. So lange Panini nicht andere Hunde/Menschen anfällt oder in kritischen Situationen gar nicht hört, ist doch alles gut.
    Ich wünsche Dir nur wenig weiterer Einmischungen aber es scheint sich ja nicht vermeiden zu lassen.
    Gruß
    Anja

    • Antworten Heidi 15. Januar 2017 um 12:09

      Liebe Anja,
      das ist das Verrückte, man kann es den Leuten ja nicht einmal recht machen. Den einen ist es zu streng, den anderen nicht streng genug. Wenn der Hund happy ist – wie kommt man auf das schmale Brett, am Hundehalter rumzunörgeln? Panini frisst ja übrigens auch nur auf Kommando, aber draußen werden die Karten neu gemischt, da hilft das leider nix gegen das Staubsaugen. Das ist auch so ein Ding. Wenn ich davon berichte, sagen manche Leute nicht: “Hast Du schon mal ausprobiert, ob das oder das hilft? Das hat bei uns total gut geklappt!” Nein, sie sagen: “Da musst Du einfach das machen. Dann tut der Hund das nicht mehr.” (Und das ist dann meistens der simpelste Ratschlag, den man als erstes ausprobiert hat und der NICHT half) Das ist dann schon immer so ein Ton … Schon das “einfach” ist blöd. Als wäre es so easy und man nur zu doof, selber auf die geniale Idee zu kommen.
      Liebe Grüße
      Heidi

  • Antworten Piroska 15. Januar 2017 um 8:41

    Liebe Heidi,
    so 100% zutreffend deine Schilderungen!
    Ich komme manchmal aus dem Staunen nicht heraus, wieviel Angriffs-Potenzial mein mittelgroßer und netter Hund auf mich zieht. Meine Vermutung geht ein wenig dahin, dass es manchen Menschen generell leichter fällt, auf die negative Art Kontakt zu Mitmenschen aufzunehmen…. Es gibt immer was zu benörgeln und zu korrigieren.
    Aber ich mach da nicht mit
    Beste Grüße!
    Piroska

  • Antworten Henning 17. Januar 2017 um 12:42

    Hey! Auch wenn die Überschrift mich erst stocken hat lassen, ein sehr guter Artikel.
    Ich erlebe es auch ständig, dass andere Leute extrem negativ auf meinen Racker bzw. mich reagieren, obwohl er wirklich lieb und gut erzogen ist. Ich glaube dass manche Leute, die noch nie einen Hund hatten Dinge einfach anders sehen. Trotzdem schade, dass das Gefühl des “ungefragten Einmmischens” oft bleibt.

  • Antworten Onkel Hotte 17. Januar 2017 um 13:25

    Ihr dürte euch auch mal ein anderes Wort als “Nazi” ausdenken. Die deutsche Sprache kennt da bestimmt bessere Pendants.

    • Antworten Heidi 17. Januar 2017 um 15:16

      Warum? Ich find’s super. Es drückt viel Kleingeistigkeit aus. Von toleranten, wohl wollenden und liebenswürdigen Nazis hat man jedenfalls bislang doch recht wenig gehört.

  • Antworten Inken Rehburg 17. Januar 2017 um 15:00

    Liebe Heidi,

    das kenne ich nur zu gut! Wobei ich gestehen muss: Versucht zu “tadeln” war ich auch schon und musste mich sehr zusammenreissen, um es nicht zu tun.

    Denn offensichtlich bin auch ich urdeutsch (wobei die auch schon Tadel in der Schweiz erhielt :-)).
    Aber mein grösstes Lob gilt Deiner Contenance! Gleich nach Deiner Schreibkunst.

    Liebe Grüsse,

    Inken

    • Antworten Heidi 17. Januar 2017 um 15:26

      Der Schweizer ist ja gelegentlich deutscher als jeder Deutsche. 🙂 Ja, natürlich findet man manchmal bei anderen Hundehaltern Dinge nicht toll. Aber ich bin nicht der Anwalt anderer Leute Hunde. Wenn es um Gewalt geht, würde ich sicher nach Möglichkeit versuchen, einzuschreiten bzw. die Person anzuzeigen. Aber wenn ich finde, dass ein Hund deutlich zu dick ist, werde ich das fremden Menschen nicht sagen, genauso wenig, wie ich Menschen ansprechen würde, deren Kinder zu dick sind. It’s not my business. Dafür ist der Tierarzt da. Ich nehme das Beispiel deshalb, weil mich schon mir völlig fremde Menschen angesprochen haben, Panini habe zu viel auf den Rippen. Ohne, dass sie irgendetwas wissen. Über sie, über mich, über ihre Krankengeschichte, über ihr schlechtes Bindegewebe, darüber, warum sie zu dem Zeitpunkt kaum Muskulatur hatte und sich entsprechend weich und wobbelig anfühlte. Das ist einfach nur dreist und unverschämt.

  • Antworten Patricia Spyra Fotografie 19. April 2017 um 11:58

    😀 an manchen Stellen musste ich lachen … wie ich das nur kenne. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass an Hundeleinen scheinbar sehr viel auszusetzen ist … und an Halsbändern … und die aller, aller, aller größten Hundeschul-Nazis sind die, die zwar bestimmte Begriffe kennen, aber keine Ahnung haben was sie bedeuten … manchmal macht es Spaß, wichtigtuer auffliegen zu lassen … z.B. wenn sie erzählen, wie viel sie mit ihrem Hund vom Züchter – in einer wirklich langen Zeitspanne – in der Hundeschule gelernt haben und sie baaald die Begleithundeprüfung wiederholen können …. man hört denen einfach nickend zu und lässt dann beiläufig einfließen, dass man bereits mit mehreren Hunden die Begleithundeprüfung locker geschafft hat … in meinem Fall mit einem mehrjährigen Mischling aus einer spanischen Auffangstation und einer vierjährigen Tierheim Hündin mit unbekannter Herkunft. Immer wieder ein Spaß 😀 Jedoch höre ich von Freunden, dass sobald man einen Hund und Kinder hat noch mehr “belehrt” wird … dann kann man scheinbar gar nichts mehr richtig machen … ich bin mir sicher, dass gerade diese Leute sich bewusst sind, dass sie ihre Sache nicht im Griff haben, und deswegen andere Menschen “belehren” … denn wer lauter schreit, hat mehr recht ….

  • Antworten Sonja 1. Juni 2017 um 13:17

    Liebe Heidi,

    Das hast Du so treffend geschildert.
    Es ist wirklich verrückt was sich man einer anmaßd andere Leute zu maßregeln obwohl er oder sie keine Ahnung von dem Charakter des jeweiligen andeten Hund (oder auch Kind. Die Erfahrung hab ich auch zu genüge gemacht) hat.

    Unsere Chihuahuas z.B. liegen oder toben stundenlang ohne einen Mucks zu machen im Garten… dann belt ein anderer Hund und sie “antworten ” .. dann heißt es gleich ” …ja ja die kleinen sind die schlimmsten!” Könnte ich jedesmal auf die Palme gehen.
    Unser Bungee Jumper (Ruskji Toy) hat schlechte Erfahrungen gemacht , Ist aber auch ein sehr temperamentvoller Rüde…. wenn er reagiert komnen auch immer blöde Sprüche…warum er aber in der jeweiligen Situation so reagiert ist dann völlig irrelevant…interessiert nicht …
    Besserwisser gibt es leider zu genüge…

    In diesem Sinne ..
    LG Sonja

  • Antworten Elke Schlemm 16. Juni 2017 um 22:27

    Das ist alles sehr, sehr deutsch und nervig – nicht nur beim Thema Hunde. Jetzt nehme ich es mit Humor.

  • Antworten Natalie 30. Juli 2017 um 8:10

    Liebe Heidi,
    vielen Dank für deinen Artikel. Du hast sooo recht. Meine Hündin ist bei bestimmten Hunden eine Angstbellerin wenn ich Mensch sie dazu zwinge eine Begegnung mit Artgenossen zu haben die sie nicht möchte. Leider läßt sich das manchmal nicht verhindern. Was ich schon an vermeintlich guten Tipps bekommen habe, ist einfach nur nervig und Tierschutzrelevant. Von Stromhalsband(weil sie Jagdtrieb hat und schlecht abrufbar ist) über Halti, mit Wasser nass spritzen, aushungern und nur beim spazieren gehen füttern, Leinenruck, anschreien etc. alles dabei. Schön ist auch, wenn es heißt, ich würde sie nicht bestimmt genug rufen. Ja, der liebe Hundebesitzer hat es dann versucht und war ganz erstaunt, dass sie auch nicht bei ihm gehört hat. Manche Hundebesitzer sind schlimmer als Eltern mit Kindern und ihren gut gemeinten Ratschlägen anderen Familien gegenüber. Egal ob Mensch oder Tier, wenn ein Tier sich “nicht richtig verhält”, ist es sofort behandlungswürdig. Ich habe mir ein dickes Fell zugelegt, die Beschwichtigungssignale beim Hund gelernt und bin entspannter geworden, das hilft Hund und Mensch:o)
    LG Natalie und vielen Dank für deinen Blog

  • Antworten Franzi 4. Mai 2018 um 14:54

    Hallo Heidi,

    durch Pinterest bin ich gerade auf deinen schon etwas älteren Beitrag gestoßen und ich hab ihn wirklich gerne gelesen, da ich dir in allen Punkten absolut zustimme!
    Geht man mit Hund durch die Welt, bekommt man zwangsläufig irgendwann irgendwo von irgendwelchen Leuten gesagt, was man in irgendeiner Situation besser machen sollte. Durch Tonis Rasse – Deutscher Schäferhund – ecken wir hin und wieder besonders an und stoßen auf jene, die es aufgrund irgendwelcher Vorurteile sowieso besser wissen 😉
    Immer wieder muss ich mich selbst ermahnen, mich nicht auf Diskussionen einzulassen und mir selbst ruhig zu glauben, dass ich doch meist weiß, was ich tue 🙂

    Dein Schreibstil gefällt mir übrigens sehr!

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
    Franzi mit Toni

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